Kirche

Zum Domjubiläum erleben Besucher einen Farbenrausch

Flammend rot präsentiert sich der Altarraum bei der Medieninstallation „Pharus“ der Düsseldorfer Künstlergruppe „Area Composer“. Drei Tage lang halten sie die Besucher im November in Atem.
  

Flammend rot präsentiert sich der Altarraum bei der Medieninstallation „Pharus“ der Düsseldorfer Künstlergruppe „Area Composer“. Drei Tage lang halten sie die Besucher im November in Atem.  

Foto: Peter Hölscher/Area Composer

Neviges.   Volles Programm mit viel Musik und mutigen Kunst-Aktionen: Das ganze Jahr 2018 können Besucher den 50-jährigen Geburtstag des Mariendoms feiern.

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Wie feiert man angemessen ein „Stück Weltarchitektur“, wie der Mariendom in der einschlägigen Literatur genannt wird? Mit spektakulären Kunstaktionen, viel Musik, Vorträgen und pfiffigen Angeboten für die ganze Familie – und das über das ganze Jahr verstreut. Zum 50-jährigen Weihfest ziehen alle an einem Strang: Die Stadt Velbert, der Bergische Geschichtsverein, allen voran natürlich die Wallfahrt sowie eine Künstlergruppe aus Düsseldorf, die völlig fasziniert ist von der kühnen Architektur des Betonriesen.

Höhepunkt ist der Festakt zu Christi Himmelfahrt

Höhepunkt ist der Festakt zu Christi Himmelfahrt vom 10. bis zum 13. Mai: Nach dem Pontifikalamt mit Erzbischof Rainer Kardinal Woelki, bei dem der Domchor singt und Musikgruppen der Gemeinde auftreten, wird es den ganzen Tag auf dem Pilgerplatz vor dem Dom ein fröhliches Fest geben. Zur Eröffnungsfeier spielt Florian Behlau, Schüler der Musik und Kunstschule Velbert. Das Fest auf dem Pilgerplatz läuft auch nich einmal am 13. Mai.

Ein Tag ganz im Zeichen der Architektur

Ganz im Zeichen der Architektur steht der 11. Mai: Prof. Peter Böhm, Sohn des Dom-Erbauers Prof. Gottfried Böhm (98) hält einen Vortrag, eine spezielle Kirchenführung nimmt die Details dieses kühnen Gotteshauses unter die Lupe. „Wir bekommen immer wieder Besuch von Menschen aus den USA und auch aus Asien, die sich für den Dom interessieren“, freut sich Bruder Frank Krampf.

Ausstellung auch im Schloss- und Beschlägemuseum

„Kleiner Dom ganz groß: Den Mariendom mit den Händen sehen“ lautet das Thema einer Ausstellung ab dem 17. Mai im Schloss- und Beschlägemuseum. Den Dom ertastet hat seinerzeit auch Kardinal Josef Frings. Stark sehbehindert, hat ihn das Modell vor allem durch die außergewöhnliche Zeltdach-Konstruktion beeindruckt. Böhm machte schließlich das Rennen. „Wir haben hier etwas Einzigartiges, das muss einem selbst erstmal bewusst werden“, sagt Gerno Böll, der als Fachbereichsleiter bei der Stadt Velbert auch für die Kultur zuständig ist. Gleich zwei Broschüren hat die Velbert Marketing GmbH zum Jubiläum herausgegeben, beide verweisen auch auf weitere Attraktionen in Neviges.

Künstergruppe aus Düsseldorf ist vom Dom fasziniert

„Hören und sehen vergeht den Besuchern vom 8. bis 11. November, wenn die Düsseldorfer Künstlergruppe „Area Composer“ ihr Projekt „Pharus“ zeigt. Drei Jahre lang hat das Quartett an seiner spektakulär anmutenden Video-Klang-Installation gefeilt. „Wir kamen 2015 nur hierher, weil uns die Architektur interessierte“, so Dorothee Pilavas. Und Ronald Gaube ergänzt: „Draußen sahen wir diesen grauen Betonklotz. Als wir dann hereingingen, haben wir all die Farben gesehen.“ Und von da an war es um die Vier geschehen. Immer wieder reisten sie nach Neviges schossen 5000 Fotos, machten unzählige Tonaufnahmen. Das Ergebnis ist eine Reise voller Farben, spannend und ungewöhnlich wie der Dom selbst.

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