Veranstaltung

Zu guten Tropfen gab’s beim Velberter Weinfest gute Stimmung

Edle Tropfen, Live-Musik und gute Stimmung mit guten Freunden. Die 30. Auflage des Velberter Weinfest kam bei den Besuchern wieder hervorragend an.

Edle Tropfen, Live-Musik und gute Stimmung mit guten Freunden. Die 30. Auflage des Velberter Weinfest kam bei den Besuchern wieder hervorragend an.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.  Es ist ein gelungener runder Geburtstag für das Velberter Weinfest: Vier Tage lang feiern die Leute die 30. Auflage bei hervorragender Stimmung.

Runden Geburtstag hat das Velberter Weinfest gefeiert: Zum nunmehr 30. Mal haben sich jetzt Weinliebhaber und Winzer vier Tage lang auf dem Offers getroffen. Die Idee zu dieser Veranstaltung kam erstmals vor mehr als drei Jahrzehnten auf – und die Erinnerung daran ist auch heute noch sehr lebendig. „Vor 32 Jahren war die Velberter Werbegemeinschaft in Langenlonsheim zu Gast“, erinnert sich Winzer Konrad Closheim. „Sie fanden, dass das komplette Weinfest auch in Velbert stattfinden könnte.“ So geschah es, und vor 29 Jahren kamen neun Winzer zum ersten Mal nach Velbert.

„Wir brachten damals wirklich alles mit, auch unseren Schwenkbraten.“ Ein 24-Tonner sei damals notwendig gewesen, um die gesamte Ausrüstung zu transportieren. Von Beginn kommen immer dieselben neun Winzer der insgesamt 16 Langenlonsheimer Weingüter, so auch an den vergangenen vier Tagen, an dem das 30. Velberter Weinfest gefeiert wurde. Das Besondere und Einzigartige an dem Velberter Fest: Alle Winzer sind aus einem Anbaugebiet, aus der Nahe. Konrad Closheim erinnert sich: „24 Jahre lang waren wir auf dem älteren Offers, dann gab es wechselnde Örtlichkeiten, und jetzt sind wir endlich auf dem schön gestalteten Stadtmittelpunkt zurück: dem Offers.

Pioniere in einer Biertrinkerstadt

Gleich nebenan steht Schulkamerad Clemens Honrath vom gleichnamigen Weingut: „Wir waren Pioniere hier in einer Biertrinkerstadt. Wir hatten an unserem kleinen Holzstand rundum Leute stehen und wurden mit Fragen bombardiert, wie der Wein in die Flasche komme, vom Anbau bis zur Abfüllung. Das Interesse am Wein war schon damals sehr groß. Ich war abends heiser vor lauter Schwätzereien.“

Das Interesse ist seit dem stetig gewachsen und wer denkt, das Weinfest sei nur etwas für Ältere, wird überrascht: Dicht an dicht stehen diesmal alle Altersklassen, es ist kaum ein Durchkommen, vor allem abends. Auf kleinstem Raum wird zu DJ- und Livemusik direkt vor der Bühne getanzt.

Das vielleicht schönste Fest in Velbert

„Dass alle aus einem Ort kommen, das gibt es ja sonst nicht!“, betont auch Winzermeister Thomas Lersch, der in zweiter Generation dabei ist. Das weiß auch Karin Gewiese längst zu schätzen, die jedoch nicht gleich bei der Premiere zu Besuch war: „Genau weiß ich es nicht, aber ich war fast von Beginn an dabei. Es ist das schönste Fest in Velbert. Man kennt die Leute, der Wein ist gut.“ Natürlich war die Velberterin auch schon einmal in Langenlonsheim. Drei Mal insgesamt, anfangs mit dem Karnevalsverein – und sie gerät ins Schwärmen, wie schön die Fahrten waren.

Genauso wie die Winzer ist auch Michael Schmidt von Beginn an dabei. Er betreibt ebenfalls einen Wein- und Getränkestand: Als Mitglied des Velberter Festausschusses habe er damals angefangen, seit elf Jahren ist die KG Große Velbert 1935 Standbetreiber, deren erster Vorsitzender er ist. Auch hier gibt es ausschließlich die Langenlonsheimer Weine: „Von jedem Winzer eine Weinsorte.“ Der Erlös fließt in den Städteaustausch mit Corby, deren Frauen-Delegation zum Velberter Karneval kommt.

Anteil der jüngeren Besucher wächst

Gast Karin Gewiese genießt den Abend: „Man kennt sich jetzt hier, wir haben auch Regentage gemeinsam erlebt“, wie am Freitagabend, bei dem einfach alle unter Schirmen etwas mehr zusammengerückt sind. Gewiese weiß: „Es waren immer schon junge Leute hier, aber es werden immer mehr jüngere, die auch Wein statt Bier trinken.“

Anneliese Klewer kann sich sogar an das allererste Weinfest erinnern: „Damals war ich mit meinem Mann dabei und ich meine, es hat geregnet und war relativ leer.“ Eines weiß sie sicher: „Die Winzer waren schon damals sehr, sehr sympathisch!“ Vor allem zu Konrad Closheim habe sich eine gute Beziehung entwickelt. „Vielleicht auch, weil wir beide am 10. Oktober Geburtstag haben“, überlegt sie. Doch der Jahrgang wird, anders als beim Wein, nicht verraten.

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