Sommeraktion

Zu Fuß rund um den Langenberger Bökenbusch

Wanderung der CDU Langenberg am Sonntag den 11.8.2019. Foto: Uwe Möller Funke Foto Services

Wanderung der CDU Langenberg am Sonntag den 11.8.2019. Foto: Uwe Möller Funke Foto Services

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Die CDU hatte eine Wanderung rund um den Langenberger Bökenbusch organisiert. Unterwegs gab’s für die Teilnehmer viel Wissenswertes.

Klassisch forderte Jäger Dierk Zimmermann gemeinsam mit den Jagdhornbläsern zur „Ertüchtigung der Wanderer“ auf. Die Ertüchtigung fand auf Einladung der Langenberger CDU statt: rund 30 Wanderwillige waren dem Ruf gefolgt und startete am Hof Kuhlendahl zu einer Rundwanderung über den Bökenbusch.

Rauhaardackel Finia, ihres Zeichens Jagdhund, stimmte jedesmal mit den Hornbläsern ein. Dann ging es an Pferdekoppeln vorbei, wo die schönen Tiere über die Wiese galoppierten und neugierig auf die Wanderer schauten. Fitz Middeldorf entdeckte einen kreisenden Milan und wusste: „Hier hat ein Milanpaar seinen Horst.“

Unterwegs erzählten sich die Teilnehmer von ihren eigenen Wandererlebnissen und selbst die Wanderer ohne forstwirtschaftliche Kenntnisse erkannten die Auswirkungen der Trockenheit. Doch auch Kenner sind dabei. Ralph Güther, ehemaliger Geschäftsführer der Technischen Betriebe Velbert (TBV) erläutert den Sonnenbrand eines frei stehenden Baumes, dessen Schaden einen Sonderfall darstelle.

Ein abenteuerlicher Abschnitt

Dann ging es durch ein schmales Loch im Busch auf einem genauso engen Weg gebückt weiter. Ein wenig abenteuerlich, waren sich doch nicht alle sicher, ob sie in dem fast zugewachsenen Stück Wald noch richtig waren. Doch es ging weiter, vorbei an widerhakenden Brombeerzweigen und Brennnesseln, über einen unebenen schmalen Weg den Berg hinunter: „Achtung, hier ragen Eisenstangen aus dem Boden“, warnte jemand von vorn.

Der sechsjährige Nikolaus schwang sich kurz an einen Baumstamm und dann ging es durch ein trockenes Bachbett den Bökenbusch hoch. Auch hier ragten Eisen aus dem Boden, waren aber hilfreich bei dem letzten steilen Stück: „Auch die jungen Männer (waren hilfreich)“, ergänzte Maria Baumgarten. An der Straße entlang ging es weiter hoch.

Ralph Güther erläutert den Regionalplan

Dann blieb Ralph Güther stehen und erläuterte bei guter Sicht die Flächen, die künftig zur Bebauung im Regionalplan ausgewiesen werden sollen. Es müsse zwar ausgewiesen werden, aber letztlich entscheide die Gemeinde über eine Bebauung. Güther erläuterte, warum man so handele: „Bislang lautete die Prognose zur Bevölkerungsentwicklung, dass sie abnimmt.“ In Velbert sei sie aber auf jeden Fall steigend. Man wolle frühzeitig vorsorgen. Man brauche aber lange nicht so viel, wie ausgewiesen werden soll. „Es ist eine Vorüberlegung“. Wenn dann in Essen oder Wuppertal die Leute abwandern müssten, hätte man in Velbert Möglichkeiten. „Alles zielt erst auf 2040 ab.“

Trinkpause für die Wanderer „Am Acker“

„Am Acker“ gab es eine Trinkpause und manch Wanderer erinnerte sich „an die leckeren Bratkartöffelchen, die es dort gab.“ Seit bald 20 Jahren wird die Gaststätte nicht mehr betrieben. Die damalige Informationsveranstaltung … „haben wir organisiert“, warf Hermann-Josef Schmitz stolz ein. Susanne Wessling, die die Wanderung zusammen mit Arthur Zöller organisiert und vorbereitet hatte, fragte mit Blick auf die Deponie „Plöger Steinbruch“ nach und auch hier antwortete Güther umfassend.

Dann ging es eine Weile über den Bergischen Weg und den Langenberger Rundwanderweg „L“ an ehemaligen Wassergewinnungsflächen von Gelsenwasser und dem Dellwigbach entlang, von dem Dierk Zimmermann zu berichten wusste, dass ihn der Volksmund die „alte Wasserleitung“ nenne.

Zurück auf dem Hof Kuhlendahl gab es Getränke und Grillwurst. Während diese genossen wurden, beantwortete Landwirt Frank Kuhlendahl Fragen zur diesjährigen Ernte und dem Hofleben allgemein.

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