Serie Am Büdchen

Zu Besuch in Edes Bierquelle im Velberter Ortsteil Bonsfeld

Büdchen mit Kneipe: Edes Bierquelle in Bonsfeld ist beliebter Anlaufpunkt für Einheimische, Pendler oder Monteure. Mitarbeiterin Jenny Linse fühlt sich auch wohl.

Büdchen mit Kneipe: Edes Bierquelle in Bonsfeld ist beliebter Anlaufpunkt für Einheimische, Pendler oder Monteure. Mitarbeiterin Jenny Linse fühlt sich auch wohl.

Foto: Funke Foto Services

Bonsfeld.   Im Velberter Ortsteil Bonsfeld ist „Edes Bierquelle“ eine Institution. Neben dem Büdchen gibt es auch eine kleine Kneipe.

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„Jeder kennt den Ede und sein Büdchen, manche Kunden kommen seit dem ersten Tag“, beschreibt Jenny Linse das Erfolgsgeheimnis von Edes Bierquelle. Seit zwei Jahren arbeitet sie in dem Langenberger Büdchen, das Inhaber Edmund Wessiepe, von allen nur Ede genannt, vor mehr als dreißig Jahren eröffnet hat. Seitdem hat sich einiges getan.

„Das war hier anfangs nur ein Holzverschlag, eine Bretterbude, hier konnte man kaum hinter dem Tresen stehen“ beschreibt Linse das Büdchen vor dem Ausbau. Ein paar Jahre später habe Inhaber Wessiepe einen richtigen Anbau neben das Wohnhaus gesetzt und dort eine Kneipe eingerichtet. „Hat er alles selber mit Holz vertäfelt“, merkt Jenny Linse an. Seitdem ist nicht nur morgens und nachmittags zur Feierabendzeit viel los, sondern auch abends sitzen die Langenberger hier zusammen.

Feierabend ist offiziell um zehn, raugeschmissen wird aber niemand: „Wenn die Stimmung gut ist, ist Ende offen, gerade am Wochenende.“ Oft werde geknobelt, viel über Fußball geredet und am Spielautomaten stehe auch meist jemand, schildert Linse. Als sie anfing hatte sie Bedenken – als Frau in einer Kneipe, „aber die sind alle ganz handzahm“ habe sie schnell gemerkt. Alkohol sei ein Wahrheitsserum, deshalb wisse sie auch so viel über die Kunden, erklärt sie lachend. „Ich habe ein schlechtes Namensgedächtnis, dafür weiß ich Zigarettenmarke, Lieblingsbier oder die Namen der Kinder.“

Neben der Stammkundschaft halten viele Vorbeifahrende an, so wie Arne Prosdziok: „Ich fahre extra hier vorbei, es gibt viel Auswahl und vor allem auch große Mengen, mitten in der Nacht“, lacht er. Auch Monteure sieht man öfters in der Bierquelle. „Die sind ganz in der Nähe untergebracht und freuen sich immer, wenn sie die Kneipe hinter dem Kiosk entdecken“, so Linse. Aus dem nahegelegenen Autohaus kämen auch viele auf einen Kaffee vorbei, um sich bei ihr und ihren Kollegen die Wartezeit von Reparatur und Reifenwechsel zu verkürzen.

In der Bierquelle steht immer etwas zu knabbern auf dem Tisch, Weihnachten wird geschmückt und ein Oktoberfest gab es sogar letzten Herbst auch. Anfangs wollte Jenny Linse „hier etwas frischen Wind reinbringen“, jetzt hält sie das für eine schlechte Idee: „Ich glaube, hier darf sich gar nicht viel verändern, unsere Kunden lieben es einfach so wie es ist.“

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