Corona-Pandemie

Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Mettmann steigt weiter

Die Zahl der Infizierten im Kreis nimmt weiter zu.

Die Zahl der Infizierten im Kreis nimmt weiter zu.

Foto: Robert Michael / dpa

Kreis Mettmann/Velbert.  Die Inzidenz liegt am Donnerstag bei 63. Ein weiterer Patient ist verstorben. Wie das Velberter Helios Klinikum nun Patientenbesuche regelt.

Es zeichnet sich keine Entspannung ab: Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen steigt sowohl im gesamten Kreis Mettmann als auch in Velbert weiter an. Die Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage) im Kreis ist am Donnerstag auf 63 gestiegen (Vortag: 54,4). In Velbert waren 66 Menschen infiziert, darunter 16 mit neuen Infektionen; 373 Velberter sind in Quarantäne. Ein weiterer Mensch ist verstorben.

90 Menschen sind gestorben

Basierend auf den labortechnisch bestätigten Fällen verzeichnet der Kreis Mettmann am Donnerstag Infizierte in Erkrath 33 , in Haan 21 (Vortag: 20), in Heiligenhaus 13 (7), in Hilden 27 (27), in Langenfeld 42 (38), in Mettmann 20 (19), in Monheim 29 (25), in Ratingen 54 (47) und in Wülfrath 9 (10). Verstorben ist ein 86-jähriger Haaner. Damit zählt der Kreis bislang 90 Verstorbene.

Nur ein Besucher am Tag

Das Helios Klinikum Niederberg wird seine Regeln für Patientenbesuche zunächst nicht verschärfen. Schon derzeit ist die Regelung streng. Jeder Patient darf pro Tag nur für eine Stunde und auch nur einen Besucher bekommen, so Klinik-Sprecherin Nadine Formicula. Am Eingang wird jeder Besucher registriert und muss einen Fragebogen zu seinem Gesundheitszustand ausfüllen.

Lange Wartezeiten am Testcenter

Die Inzidenz im Kreis Mettmann hat zur Folge, dass das öffentliche Leben eingeschränkt wird. So dürfen sich nur noch fünf Personen im öffentlichen Raum treffen und für Gaststätten gilt die Sperrstunde 23 Uhr. In zahlreichen Bundesländern gilt ein Beherbergungsverbot für Gäste, die aus einem Corona-Risikogebiet kommen – außer sie haben einen frischen Coronatest, den es beispielsweise in einer privat geführten Coronatest-Station am Düsseldorfer Flughafen gibt. Dort haben sich am Donnerstagmorgen lange Schlangen gebildet. Hunderte Urlauber bemühten sich um einen Test, da man als Bewohner eines NRW-Risikogebiets nur mit negativem Ergebnis die Beherbergungsverbote anderer Bundesländer umgehen kann. Besonders am Nachmittag und Abend müsse man auch in den kommenden Tagen mit Wartezeiten rechnen, wenn man sich vorher nicht online angemeldet habe, so die Sprecherin der Teststation. Weitere Berichte aus Velbert lesen Sie hier.

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