Ferienjobs

Wo junge Velberter jetzt noch einen Ferienjob finden können

Aushilfsjobs in der Gastronomie sind bei jungen Leuten gefragt.

Foto: Marc Tirl/dpa

Aushilfsjobs in der Gastronomie sind bei jungen Leuten gefragt. Foto: Marc Tirl/dpa

Velbert.   Online-Börsen vermitteln Schülern und Studenten eine Arbeitsstelle in der Sommerzeit. Wer jetzt noch sucht, sollte sich aber beeilen.

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Das Taschengeld aufbessern oder sich ein kleines finanzielles Polster für das kommende Semester zulegen: Das geht für Schüler und Studenten natürlich besonders gut während der (nun wieder anstehenden) Ferien oder der vorlesungsfreien Zeit. Aber wo kann man am besten nach solchen Jobs suchen? Und welche Bestimmungen und Regeln gibt es bei diesen Beschäftigungsverhältnissen zu beachten?

Zunächst erstmal muss jedoch ein Ferienjob gefunden werden. Entgegen landläufiger Meinung sind dabei die Geschäftsstellen der Agentur für Agentur oder des Jobcenters nicht die richtige Anlaufstellen. So betont etwa Miriam Bonné, Sprecherin des Jobcenters ME-aktiv in Velbert: „Wir haben keine Angebote für solche Ferienjobs.“ Dennoch weiß sie guten Rat, wie Schüler und Studenten fündig werden: „Dafür gibt es verschiedene Webseiten, die weiterhelfen können.“

Selbst bei Firmen nachfragen

So sei etwa die Seite „schuelerjobs.de“ nützlich, ebenso „ferienjobs4you.de“. Auch das Online-Portal „jobboerse.arbeitsagentur.de“ sei empfehlenswert. Dort sollten Interessenten mit Suchbegriffen arbeiten, die die Jobs eingrenzten – etwa „Ferienjob“, „Schüler“, „Student“ oder „Aushilfe“. Auch könne das Angebot regional heruntergebrochen werden, Miriam Bonné rät allerdings dazu, den Blick – wenn möglich – auch über Velbert hinaus zu richten. So gibt es beispielsweise ebenso Angebote für Aushilfstätigkeiten in Wuppertal oder Essen, etwa als Lagerhelfer oder als Helfer bei der Metallverarbeitung.

Zeit, einen Ferienjob zu finden, wird knapp

Allerdings wird langsam die Zeit knapp: „Wer noch einen Ferienjob sucht, sollte Gas geben“, meint die Jobcenter-Sprecherin. Wer auf den erwähnten Webseiten nichts finden könne, solle auch durchaus persönlich etwa bei Bäckereien oder Unternehmen nach einer Ferien- oder Aushilfstätigkeit nachfragen. Oder bei einem Eiscafé, wie Miriam Bonné aus eigener Erfahrung weiß: „So bin ich auch an einen Job in einer Eisdiele gekommen, den ich jahrelang als Schülerin und später als Studentin gemacht habe.“ Zudem könne man an einem schwarzen Brett an einem Supermarkt oder an der Uni schauen beziehungsweise selbst dort einen Aushang machen.

Minderjährige haben keinen Anspruch auf Mindestlohn

Wie viel es bei solchen Jobs zu verdienen gebe – ob fünf, sieben oder zehn Euro pro Stunde – könne man schwer sagen. „Minderjährige, die in den Ferien jobben, haben aber keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn“, so Bonné. Steuerfrei dürften Schüler und Studenten 8820 Euro im Jahr verdienen. Bei Studenten, die Bafög bezögen, liege die Einkommensobergrenze bei 5400 Euro.

Und noch ein paar Sachen sind wichtig: „Schüler dürfen erst mit 15 arbeiten“, schildert die Expertin. Eine Ausnahme gelte aber für 13- und 14-Jährige: Wenn ihre Eltern zustimmten, dürften sie zwei Stunden am Tag arbeiten, in der Landwirtschaft auch drei Stunden. Mehr als vier Wochen Jobben in den Ferien sei übrigens auch nicht erlaubt, die Arbeitszeit für 13- bis 14-Jährige müsse zwischen 8 und 18 Uhr liegen, für 15- bis 17-Jährige zwischen 6 und 20 Uhr, erklärt Bonné weiter.

Ausnahmen gibt es in der Gastronomie

Ausnahmen gebe es nur in der Gastronomie, zudem sei Wochenendarbeit nicht erlaubt (außer in der Gastronomie). Des Weiteren müssten in der Regel zwölf Stunden zwischen den jeweiligen Arbeitszeiten liegen.

Keine gefährlichen Jobs erledigen

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Region Düsseldorf – Bergisch Land, weist auf geltende Regelungen bei Ferienjobs hin: So dürften Kinder und Jugendliche keine gefährlichen oder körperlich anstrengenden Jobs übernehmen. Die Arbeitszeit für 15- bis 17-Jährige dürfe nicht acht Stunden am Tag oder 40 Stunden die Woche überschreiten.

Wer volljährig sei, so der Gewerkschaftsbund weiter, habe Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde – das gelte auch bei einer geringfügigen Beschäftigung (bis zu 450 Euro pro Monat). Daneben solle immer ein schriftlicher Vertrag die Details des Ferienjobs regeln und Arbeitszeiten, Aufgaben und Lohn umreißen.

Vorsicht bei Jobs in Privathaushalten

Während des Ferienjobs seien Schüler über die Unfallversicherung des Arbeitgebers versichert, so der DGB. Der Schutz umfasse auch den Weg zur und von der Arbeit. Vorsicht: Wer in einem Privathaushalt jobbt, sollte aber unbedingt vorab klären, wie es mit der Unfall- beziehungsweise Wegeversicherung im Fall des Falles aussieht.

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