Bauprojekte

Wo in Langenberg neu gebaut wird

Das ehemalige Rathaus ist verkauft. Damit der neue Eigentümer dort mehr Möglichkeiten hat, muss der Bebauungsplan für das Gelände geändert werden. Dann wäre eine Umnutzung mit Wohnungen und/oder Büros möglich.

Das ehemalige Rathaus ist verkauft. Damit der neue Eigentümer dort mehr Möglichkeiten hat, muss der Bebauungsplan für das Gelände geändert werden. Dann wäre eine Umnutzung mit Wohnungen und/oder Büros möglich.

Foto: Detlev Kreimeier

Langenberg.   Die Stadt hat in Langenberg mehrere Projekte im Blick: Am Sportplatz Uferstraße ist das Verfahren noch offen, an anderer Stelle wird schon gebaut

„Ziemlich abverkauft“ seien die Neubauten, die Am Hahn entstanden sind sagt Heike Möller, Planungsamt-Chefin der Stadt Velbert. Etwa in U-Form stehen dort Doppelhäuser, viele der neuen Eigentümer sind Familien mit Kindern. „Ich bin gespannt, wie der Platz in der Mitte genutzt wird.“ Manch Anwohner wünscht sich einen Spielplatz, aber auch Parkplätze wären denkbar.

Insgesamt ist es in Langenberg derzeit etwas ruhiger. Für den neuen Regionalplan wollte die Stadt zwar mehr Bauflächen bekommen – der Wunsch ist aber nicht erfüllt worden. Der aktuelle Bedarf sei gedeckt. „Im gesamten Velberter Stadtgebiet haben wir nun zehn bis zwölf Flächen, in Langenberg sind ein paar davon auf der Agenda“, sagt Heike Möller.

Drei Areale sind interessant

Interessant sind vor allem drei Bereiche: der Sportplatz Uferstraße, ein kleineres Areal an der Krankenhausstraße und das Gelände rund um das ehemalige Rathaus an der Hauptstraße (Öhlersberg).

Was den Sportplatz in Bonsfeld anbelangt, da sei das Verfahren noch offen, sagt Heike Möller. „Es sind bei der Offenlegung viele Anregungen gekommen, vor allem zum Schallschutz“, sagt die städtische Chef-Planerin. „Momentan ist ein Gutachter aktiv. Wenn das abgearbeitet ist, arbeiten wir den Bebauungsplan aus.“ Ein Mischgebiet soll dort entstehen, wohnen und Gewerbe möglich sein.

Parkflächen unterhalb des Gebäudes

An der Krankenhausstraße ist oberhalb des Parkplatzes an der Ecke zur Vogteier Straße „ein kleines Baufenster“ ausgewiesen. Derzeit stehen dort Bäume. „Wir wollen den Plan ändern lassen, damit das Baufenster etwas größer wird“, erläutert Möller. Diesen Vorschlag werde sie in der nächsten Planungsrunde einbringen. Anschließend wird dort ein Wohnhaus entstehen, in dem Flüchtlinge unterkommen sollen. „Aber kein Wohnheim, sondern gewöhnliche Wohnungen“ sollen entstehen, sagt Heike Möller. Einen Vorteil biete das hügelige Gelände: „Wir können Parkflächen unterhalb des Gebäudes einrichten, ohne noch mehr Fläche zu versiegeln.“

Mischgebiet statt Gemeinbedarf

Und schließlich das alte Rathaus: Das ist verkauft, noch sind dort das Jugendzentrum und der Arbeitskreis Alt-Langenberg untergebracht. Momentan sind Gebäude und Fläche als Gemeinbedarf ausgezeichnet, „das muss aber geändert werden“, sagt Heike Möller. Der Bebauungsplan müsse dort ein Mischgebiet ausweisen, denn „so öffnen sich gute Möglichkeiten für den Käufer: Er kann dann Büros oder Wohnungen dort einrichten.“ Natürlich alles unter der Prämisse des Denkmalschutzes. Die Fassade werde also nicht geändert, Umbauten im Inneren müssten abgestimmt werden. Das müsse dann aber der neue Eigentümer prüfen.

<<< ALTER BEBAUUNGSPLAN TEILS FEHLERHAFT

In der interaktiven Bauleitplanübersicht ( https://www.o-sp.de/velbert/karte.php) ist auch das Gebiet Brinker Höhe/Brinker Weg markiert.

Der Bebauungsplan für das Areal stammt aus den 1960er Jahren „und ist in Teilen fehlerhaft“, erläutert Heike Möller.

Da aber dort schon alle Häuser gebaut seien, stelle sich nur eine Frage: „Darf ich zum Beispiel mein Dachgeschoss ausbauen oder nicht?“, so Möller.

Ob das möglich sei, richte sich nun nach der bereits vorhandenen Bebauung.

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