Energiesparen

Wie Verbraucher künftig kein Geld mehr unnötig verheizen

Verbraucherschützer Andreas Adelberger und Susanne Berger stehen beim Heizen mit Rat und Tat zur Seite:

Verbraucherschützer Andreas Adelberger und Susanne Berger stehen beim Heizen mit Rat und Tat zur Seite:

Foto: Uwe Möller

Die Verbraucherzentrale Velbert bietet kostenlose Beratungen zum Thema Heizungsaustausch an. Denn mit neuer Technik lässt sich viel Geld sparen.

Ihr Geld buchstäblich verheizen: Das machen laut Verbraucherzentrale viele Menschen im Kreis Mettmann. Denn rund 60 Prozent aller Heizungskessel seien veraltet, heißt es. Mit dem Einbau einer neuen Heizung könne man jedoch Energiekosten sparen. Dafür bietet die Verbraucherzentrale die Aktion „Besser heizen“ mit kostenlosen Beratungen an.

Nach Alternativen schauen, bevor ein Defekt auftritt

So rät der Leiter der Verbraucherzentrale Velbert, Andreas Adelberger, sich schon jetzt über klimafreundliche und kostengünstige Alternativen zu Öl und Gas zu informieren, denn: „Die meisten Heizkessel werden erst ausgetauscht, wenn sie defekt sind. Wer aber in einer kalten Wohnung unter Zugzwang steht, kann nicht in Ruhe Verbesserungen planen.“

Die große Investition, die die Weichen für die kommenden 20 Jahre stelle, beruhe dann nur auf wenigen Informationen. „Außerdem wird dann der Heizungsaustausch teurer, wenn ein Handwerksbetrieb dafür kurzfristig ausrücken muss“, so Adelberger – falls sich denn überhaupt auf die Schnelle ein Handwerker dafür finde. „Deswegen sollte man vorher mal checken, was so im Keller los ist.“

Ältere Kessel gehören auf den Prüfstand

Das sollten auf jeden Fall Verbraucher tun, deren Heizkessel älter als 15 Jahre sei, meint Susanne Berger, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Mettmann: „Schon der einfache Umstieg auf Brennwerttechnik kann bis zu 15 Prozent an Energieeinsparung bringen“, schildert die Expertin. Und das sei noch nicht alles: Da oft erst beim Heizungsaustausch die Rohre gedämmt und die Einstellungen des Systems optimiert würden, seien in diesem Bereich weitere 15 Prozent möglich.

Auch neuere Heizungen, beispielsweise zehn Jahre alte Brennwerttechnikanlagen, könnten optimiert werden und so das Klima und den Geldbeutel schonen, berichtet Berger weiter. „Dafür gibt es auch einiges an Fördermittel.“ Ein Beispiel sei etwa der Austausch einer Kesselanlage aus dem Jahr 1995 (kein Brennwert) gegen einen Pelletkessel mit Solarthermie (zwölf Quadratmeter Solarkollektor-Anlage): Dabei würden mit knapp 13 000 Euro weit mehr als ein Drittel der Gesamtkosten gefördert.

Es gibt auch Informationen zu Fördermöglichkeiten

Doch: „Das alles ist für den Laien, besonders wenn es bei einem Defekt schnell gehen muss, sehr schwer zu durchschauen“, so Berger. Deswegen berate die Verbraucherzentrale auch zu Förderungen. Wichtig sei zudem eine passgenaue Lösung hinsichtlich der Technik: „Entscheidend für eine zukunftsfähige Heizung ist, dass das System und seine Leistung wirklich zu den Bedürfnissen der Bewohner passen.“

Die Beratungen richten sich zunächst an Hausbesitzer. Allerdings könnten auch Mieter ihre Vermieter bezüglich einer Modernisierung ansprechen, wenn diese im Haus selbst wohnen, erklärt Verbraucherschützer Andreas Adelberger.

>>>KOSTENLOSE BERATUNGEN UND INFOS

  • Eine kostenlose Beratung rund um das Thema Heizungsaustausch und Fördermittel bietet die Verbraucherzentrale Velbert, Friedrichstraße 107, am Montag, 15. Oktober, von 9.30 bis 13.30 Uhr an. Eine Anmeldung ist nicht nötig.


  • Die Aktion „Besser heizen“ wird mit Mitteln des Landes NRW und der EU gefördert. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für persönliche Beratungen vor Ort und in der Beratungsstelle gibt es unter den Telefonnummern (02051) 8090181 oder (02102) 1017890 sowie auf der Homepage www.verbraucherzentrale.nrw/besser-heizen

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