Umwelt

Wie es auf dem Velberter Stadtgebiet ruhiger werden soll

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Foto: Helge Hoffmann

Velbert.   Der neue Lärmaktionsplan wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Welche Maßnahmen zur Lärmreduzierung vorgeschlagen wurden.

Tempo 100 im Autobahndreieck Velbert-Nord, weiterer Lärmschutz wände in diesem Bereich und lärmmindernder Asphalt: Die sind einige der Maßnahmen, die der Lärmaktionsplan, Stufe 3, vorschlägt, um die Geräuschbelastung im Velberter Stadtgebiet zu vermindern. Am Dienstagabend fand die Öffentlichkeitsbeteiligung zu diesem Plan statt.

Alle fünf Jahre ein neuer Plan

Das Büro Stadtverkehr aus Hilden hat den Aktionsplan im Auftrag der Stadtverwaltung erarbeitet. Alle fünf Jahre wird ein solcher Plan erstellt – für Velbert ist es nunmehr der dritte. Aus den Zahlen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) ergibt sich, dass die Hauptbelastung durch die Autobahnen A 535 und A44 resultiert, sowie durch die Hauptverkehrsachsen Friedrich-Ebert-Straße und Werdener Straße sowie Heiligenhauser, Heide- und Langenberger Straße in Velbert Mitte, große Teile der Durchfahrtsstraßen in Langenberg sowie die Nevigeser Straße und ihre Verlängerungen in Neviges-Tönisheide. Es handelt sich um Straße, auf denen täglich mehr als 8200 Kraftfahrzeuge verkehren.

Lärmschutzfenster

Entlang der Achse Straße/Rheinlandstraße soll bei einer notwendigen Erneuerung lärmmindernder Asphalt aufgetragen sowie Lkw-Verkehr ins Industriegebiet Röbbeck über die Autobahn umgeleitet werden. Häuser könnten mit Lärmschutzfenstern ausgestattet werden. Dies gilt auch für die Langenberger Straße, die zudem auch einen Lärm schluckenden Asphalt erhalten soll. Ein weitere Fußgängerüberweg solle zur Reduzierung des Tempos und damit des Lärms angelegt werden, so der Plan. Für die Friedrich-Ebert-Straße werden zudem weitere Baumpflanzungen angeregt. Außerdem soll von der Berliner Straße bis zum Schlagbaum Tempo 30 gelten.

Alte Zahlengrundlage bemängelt

Auch für die betroffenen Strecken in Langenberg und Neviges wurden neue Asphaltdecken, sowie Lärmschutzmaßnahmen an den Fassaden empfohlen. Auf der Bonsfelder Straße sollen dazu neu gepflanzte Bäume den Verkehr verlangsamen. Im Bereich Hauptstraße/Panner Straße soll das Tempo au 30 km/h reduziert werden.

Die Bürger bemängelten, dass der Lärmaktionsplan auf Basis einer Verkehrszählung von 2015 und daraus folgender Hochrechnungen des Landesamtes erstellt wurde. Viele Entwicklungen wie das neue Edeka-Center an der Sontumer Straße oder die Verlängerung der A44 seien nicht mit eingerechnet worden.

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