Natur

Wie die Tiere zu Zeiten des Neanderthalers ausgesehen haben

Wildhüter Markus Schink im Wildgehege Neandertal betreut unter anderem die Tarpane und Wisente auf dem Hügel.

Foto: Alexandra Roth

Wildhüter Markus Schink im Wildgehege Neandertal betreut unter anderem die Tarpane und Wisente auf dem Hügel. Foto: Alexandra Roth

Mettmann.   Im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal leben Tapire, Wisente und Auerochsen. Bei Abendtouren führt eine Biologin über das Gelände im Mettmann.

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Wer immer schon mal Eiszeit-Bewohnern begegnen wollte, der kann dies nur wenige Kilometer von Velbert aus machen. Auf eine kleine Zeitreise lädt das Eiszeitliche Wildgehege Neandertal das ganze Jahr über kleine und große Naturfreunde ein. Dort kann man Tiere, die schon zu Zeiten des Neandertalers die Region bevölkerten, in natürlicher Umgebung erleben.

Wer Wisente, Auerochsen und Tarpan-Wildponys beobachten möchte, sollte allerdings gut zu Fuß und geduldig sein. Denn die Tiere besiedeln ein rund 23 Hektar großes Gelände im Neandertal. Und das hat es streckenweise in sich: Über mitunter steile Pfade, Treppen und schmale Wege machen sich vor allem an Wochenenden unzählige Besucher auf die Suche nach den urigen Tierarten. Festes Schuhwerk und ein wenig Puste sollten die Besucher des Wildgeheges also dabei haben, wenn sie sich auf den Rundweg begeben wollen, der sie etwa eineinhalb Stunden durch Höhen und Tiefen des Neandertals führt.

Schöne Aussichten entlang des Geheges

Wer geduldig ist, wird dafür nicht nur mit einer Begegnung der eiszeitlichen Art, sondern auch mit wunderschönen Aussichten über das berühmte Tal belohnt.

„Tierwelt im Neandertal“ lautet nun der Titel des Abendrundgangs rund um das Eiszeitliche Wildgehege am Freitag, 25. Mai. Von 16 bis 18 Uhr begeben sich die Teilnehmer mit der Biologin Sabine Aschemeier auf einen Spaziergang durch die abwechslungsreiche Landschaft eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

Tiere aus Zeiten des Neanderthalers

Am eiszeitlichen Wildgehege erfahren die Besucher Spannendes über Wisent, Wildpferd und Auerochse. Letztere zwei stellen Abbildzüchtungen ursprünglicher, ausgestorbener Tierarten dar, wie sie zu Zeiten des Neanderthalers in dieser Region lebten. Durch Kreuzungen ursprünglicher Rassen konnten Tiere gezüchtet werden, die ihren ausgestorbenen Vorfahren sehr ähnlich sehen.

Zugang zum Wildgehege

Auch das abendliche Vogelkonzert steht im Fokus des Rundgangs. Die Teilnehmer lauschen den verschiedenen Singvögeln und lernen Wissenswertes über ihre Stimmen und Lebensweisen. Der Rundgang beginnt und endet am Eingang des Neanderthal Museums. Gleich hinter dem großen (am Wochenende kostenpflichtigen) Parkplatz beginnt der Rundweg durch das Tal. Wer sich die Parkgebühren sparen möchte, kann sein Auto beispielsweise am S-Bahnhof Hochdahl-Millrath abstellen oder gleich mit der Bahn kommen, um das Gelände von der anderen Seite aus zu erkunden.

Der Weg ist nicht durchgängig barrierefrei. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Hunde sind übrigens erlaubt, müssen aber an der Leine gehalten werden.

<<<IM JUNI GIBT ES EINEN ZWEITEN RUNDGANG

Der Rundgang wird angeboten am Freitag, 25. Mai, 16 bis 18 Uhr. Zahlreiche Info-Tafeln informieren die Besucher.

Am 15. Juni gibt es den Rundgang ein zweites Mal. Weitere Informationen dazu gibt’s beim Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, 02104/97970 oder im Netz auf www.neanderthal.de

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