Bürgerbus-Verein

Weihnachtsfeier der Bürgerbus-Familie Langenberg

Bei der Weihnachtsfeier des Bürgerbusvereins ehrte Vorsitzender Gerd Berker (4.v.l.) Gerd Branzke (links) und Hans-Werner Becklas (2. v. r.) für zehn Jahre Fahrdienst. Günther Scherello (2. v.l.l), Jan Voss (3.v.l.) , Günter Peschel (3.v.r.)  und Josef Winker (rechts) wurden vom Vorsitzenden aus dem aktiven Fahrdienst verabschiedet.

Foto: Ulrich Bangert

Bei der Weihnachtsfeier des Bürgerbusvereins ehrte Vorsitzender Gerd Berker (4.v.l.) Gerd Branzke (links) und Hans-Werner Becklas (2. v. r.) für zehn Jahre Fahrdienst. Günther Scherello (2. v.l.l), Jan Voss (3.v.l.) , Günter Peschel (3.v.r.) und Josef Winker (rechts) wurden vom Vorsitzenden aus dem aktiven Fahrdienst verabschiedet. Foto: Ulrich Bangert

Langenberg.   Bei der Weihnachtsfeier des Bürgerbus-Vereins Langenberg standen zahlreiche Ehrungen an. Und diesmal war auch der Vorsitzende an der Reihe.

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Seit 1996 schon fährt er bergauf bergab durch die Senderstadt: der Langenberger Bürgerbus. 700 000 Fahrgäste sprechen diesem „Busunternehmen“, von einem engagierten Verein getragen, eine besonders gute Stellung aus. Doch – wie gesagt: Ein wirkliches Unternehmen ist der Bürgerbus aber nicht. „Bürger fahren für Bürger“ heißt das Motto.

Anerkennung erfahren die Fahrer – und natürlich auch die Fahrerinnen – beim Weihnachtstreffen. Das fand nun wieder im Haus der Vereinigten Gesellschaft statt. Zuerst aber gedachten Vorsitzender Gerd Berker und die Mitglieder zweier Verstorbener: Hermann Waeger und Dagmar Hoddick, die beide auch den Bürgerbus fuhren.

Hans Werner Becklas: rekordverdächtige 555 Fahrten

Zwei Fahrer, Gerd Branzke und Hans-Werner Becklas, lobte Berker für ihren Einsatz seit zehn Jahren. Branzke, der zudem auch Kassierer ist, steuerte den Bus 175 Mal, Becklas schon 555 Mal. Verabschiedet aus dem Fahrerdienst wurden Günther Peschel, Günther Scherello, Jan Voss, Josef Winkler und Dr. Uwe Koppe.

Dann wurde der Ehrende selbst zum Geehrten: 2. Vorsitzender Rainer Stemberg nutzte eine kleine Pause, um Gerd Berker zu auszuzeichnen. Berker ist seit 15 Jahren Fahrer. „Ein gutes Familienoberhaupt“ nannte Stemberg ihn – und sprach die Hoffnung aus, dass Berker dies noch lange bleiben möge.

Betreut wird der Langenberger Bürgerbus seit seiner ersten Fahrt von den Wuppertaler Stadtwerken. Deshalb auch tragen die Busse das Kennzeichen „W“ auf ihren Nummernschildern. Gern gesehene Gäste sind immer die Vertreter dieser Stadtwerke, vor allem Klaus Peter Steppan und Sabine Schnake. Für Frau Schnake hatte Berker einen Blumenstrauß und einen Briefumschlag. Sie wehrte gleich ab: „Geld darf ich nicht annehmen!“ Es war aber kein Geld im Umschlag, sondern zwei Karten für eine Veranstaltung im Historischen Bürgerhaus Langenberg.

Wie immer bei Treffen dieser Art wird der Fahrplan für den nächsten Monat festgelegt. Wer steuert wann welchen Bus. Davon gibt es zwei. Die Fahrgastzahl ist auf acht beschränkt. Deshalb reicht der alte Fahrerschein Klasse 3. Keine 20 Minuten, einschließlich der nötigen Kontrolle, und das Thema war erledigt. Im nächsten Jahr wird es wohl eine Fahrerin mehr geben. Dazu Gerd Berker: „Eigentlich dürften wir keine Fahrerin mehr annehmen. Es sind bereits 46 Prozent. Die ‘Merkelquote’ ist erfüllt.“

Story von Oma Knackbusch und dem Weihnachtsmann

Vor dem Essen, Grünkohl mit Wurst (norddeutsch: Pinkel), setzte sich Rainer Stemberg ans Klavier. Die Weihnachtslieder sangen alle mit. Nachher füllte Gerd Branzke die Lücke aus, die Hermann Waeger hinterlassen hatte. Waeger erfreute alle immer mit einem schönen Gedicht, in dem er die Ereignisse des Jahres im Reimform vortrug.

Branzke erzählte die Geschichte vom Weihnachtsmann Karl Gustav Klausen und Oma Knackbusch. Klausen muss wohl eine schlechte Vergangenheit gehabt haben. Immer wieder kam „Oslebshausen“ vor. Langsam dämmerte es: Es war wohl ein Gefängnis. Wie auch zu erklären war, dass er eine Pistole im „Geschenkbeutel“ hatte. Doch Oma Knackbusch hielt die Pistole für eine Sahnespritze, wollte damit dem „Weihnachtsmann“ ins Gesicht spritzen. Auf jeden Fall: Ende gut, alles gut.

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