Weihnachtsbäume

Was man mit den alten Tannenbäumen machen kann

Foto: Britta Pedersen

Velbert.   Die Feiertage sind vorbei, die Weihnachtsdeko muss nun endgültig weg. Elefanten haben mit der Entsorgung von Christbäumen mehr zu tun als gedacht.

Mit glänzenden Augen stehen wir vor ihm und besingen ihn mit großer Vorfreude auf die besinnlichen Tage: den Weihnachtsbaum. Doch was passiert jetzt eigentlich mit den schön geschmückten Prachtexemplaren, wenn die Feiertage vorbei sind?

„Bis Ende Januar können die Bäume am Abholtag der Biotonne zusammen mit dem Biomüll entsorgt werden“, sagt Britta Nelles von den Technischen Betrieben Velbert (TBV). Dazu könne der Baum einfach neben die Bio-Tonne an dem Straßenrand abgelegt werden. Aber: Abgeschmückt muss er sein und kleiner als zwei Meter groß. „Da waren die Velberter in den letzten Jahren zum Glück immer sehr ordentlich“, meint Nelles. Das Entsorgungsfahrzeug bringt die alten Schmuckstücke dann zur Kompostierungsanlage, wo die Tannen zu Kompost weiterverarbeitet werden.

Tanne als Delikatesse

Doch auch die tierischen Freunde im Zoo Wuppertal können Weihnachtsbäume gut gebrauchen. So gern wie sich Menschen die Tanne als Schmuckstück in das Wohnzimmer stellen, so gern haben Elefanten, Hirsche oder Biber den Weihnachtsbaum als Delikatesse. Auch im Vogelhaus verwendet Botho Kuhnert, Gärtner des Wuppertaler Zoos, die Äste der Tannenbäume gern als Nistmaterial für die Vögel. Allerdings nimmt der Zoo dabei nur die Bäume von Händlern an, die nicht verkauft worden sind statt jener, die zuvor in unseren Wohnungen gestanden haben. „Es darf kein Gramm Lametta an dem Baum hängen“, erklärt Herr Kuhnert. Das sei andernfalls nämlich nicht nur gefährlich für die Vierbeiner, das trockene Holz schmecke ihnen nach der Weihnachtszeit auch gar nicht mehr: „Wir mögen unsere Kekse oder Nudeln ja auch nicht mehr, wenn sie trocken sind“, meint Kuhnert.

In der Kompostieranlage

Wer sich noch länger an seinem Weihnachtsbaum erfreuen will und die Abholfrist bis Ende Januar verpasst, hat trotzdem noch eine Möglichkeit seinen Baum loszuwerden: Zum einen kann der Baum an der Kompostierungsanlage der GKR an der Haberstraße abgegeben werden. „Dafür fällt dann ein kleiner Betrag von fünf bis zehn Euro an“, sagt Britta Nelles. Oder man kaufe für zwei Euro eine Grünschnittkarte im Service Center und gibt sie rechtzeitig vor dem nächsten Abholtermin des Grünschnitts wieder ab. „Dann wird der Baum zusammen mit dem Grünschnitt einfach abgeholt“, sagt Nelles.

29 Millionen Bäume verkauft

Wieviele Weihnachtsbäume die technischen Betriebe in diesem Jahr einsammeln werden, könne man nicht sagen, da die Bäume ja gemeinsam mit dem Biomüll entsorgt würden und man diese Zahl dementsprechend schwer erfassen könne, so Frau Nelles. In Deutschland wurden insgesamt laut des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie allerdings im Jahr 2018 über 29 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Da kann man sich nur vorstellen, wie viel Arbeit die Entsorgung der Tannen sein muss.

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