Unterhaltung

Viel heiße Luft im Zirkuszelt auf Velberter Parkplatz

Lesedauer: 3 Minuten
Ganz schön heiße Sachen, die Brisou da macht. Heiß und kalt wird dem Publikum garantiert bei der Show.

Ganz schön heiße Sachen, die Brisou da macht. Heiß und kalt wird dem Publikum garantiert bei der Show.

Foto: Carsten Klein

  Der „Circus Altano“ zeigt für zwei Wochen seine Show. Feuerspucken, Akrobatik, Clownerie und vieles mehr bietet der Familienzirkus seinen Gästen

Mit einer brennenden Fackel über den nackten Arm streichen. Etwas, was man auf keinen Fall zu Hause nachmachen sollte, aber zum Alltag von Feuer Fakir Brisou gehört. Seit drei Jahren steht er in der Manege des „Circus Altano“ und sorgt mit seiner Feuershow ab heute sicher auch in Velbert für atemraubende Begeisterung beim Publikum.

Die 19-jährige Justine Neigert leitet den Zirkus

Getürkt ist bei ihm nichts. Das Feuer in der Hand zu halten, die Fackeln in den Rachen zu stecken, die Hitze auf der Haut zu spüren ist reine Selbstbeherrschung. Und die muss geübt werden. Lange und immer wieder. „Wir trainieren und proben regelmäßig“, erklärt die 19 jährige Justine Neigert, die den Zirkus leitet und gesteht, dass das Spiel mit dem Feuer auch für sie nichts ist.

Viel Erfahrung

Auch wenn alle Artisten jahrelange Bühnenerfahrung haben, „die meisten von uns üben so ein bis zwei Stunden am Tag. Aber bei Brisou macht es natürlich keinen Sinn am Stück zu üben, er verteilt das in kleine Einheiten über den Tag.“ Und schon entdeckt die Zirkusdirektorin Kleinigkeiten, die noch besser gemacht werden können. Sei es ein Arm, der nicht ganz gerade ausgestreckt ist oder sogar, nicht ungefährlich, Terpentin, dass am Kinn hinunterläuft.

Zwei Wochen in Velbert

„Wir sind ein Familienzirkus in der sechsten Generation und haben unser Programm auf die Kinder ausgelegt“, erklärt die 19 Jährige. Für laute Lacher in der Show sorgt ihr kleiner Bruder Olaf mit seiner Clownerie. Nach dem Zwölfjährigen ist auch das Programm benannt: „Olafs Traum wird wahr“. Auf seiner traumhaften Reise durch die schillernde Welt der Artisten dürfen aber auch die Tiere nicht fehlen. Königspudel, Tauben, Shetlandponys und Ziegen sorgen für einen tierischen Spaß in der Manege.

Manchmal haben die Tiere einfach keine Lust

„Da geht natürlich auch mal was schief, wenn die Tiere keine Lust haben, haben sie eben einfach keine Lust, das muss man dann mit Humor nehmen“, erklärt die Direktorin. Sie ist in den Zirkus hineingeboren worden, hat mit fünf Jahren ihre erste Bühnenerfahrung gesammelt und kann sich ein Leben ohne Manegenluft nicht mehr vorstellen. „Ich bin das erste Mal in Velbert“, sagt sie.

Ein gutes Publikum

„Aber mein Vater war mal vor 20 bis 30 Jahren hier, er sagt, die Velberter gehören zum besten Publikum.“ Ob das nach den Jahrzehnten immer noch so ist, wird sich bei der heutigen Premiere zeigen.

Bis dahin ist auch die Manege fertig. Denn die wird vom 18 köpfigen Team in Handarbeit hergerichtet. Große Steine müssen entfernt und der Boden begradigt werden, bevor die Späne aufgetragen werden können und es dann endlich heißt „Manege frei“.

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