Volkshochschule

VHS Velbert ist auf mögliche Gesetzesänderung vorbereitet

Das Programm der Volkshochschule Velbert/Heiligenhaus ist bereits auf berufliche Fort- und Weiterbildung ausgerichtet. Hier präsentieren (v.l.) Susanne Wege, Anne Herrmann und Beate Buchborn das neue Programm für den Herbst 2020.

Das Programm der Volkshochschule Velbert/Heiligenhaus ist bereits auf berufliche Fort- und Weiterbildung ausgerichtet. Hier präsentieren (v.l.) Susanne Wege, Anne Herrmann und Beate Buchborn das neue Programm für den Herbst 2020.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Das Bundesfinanzministerium könnte ab 2021 die Umsatzsteuerbefreiung von bestimmten Bildungsangeboten aufheben. Die VHS Velbert ist vorbereitet.

Das Bundesfinanzministerium will ab Januar 2021 die Befreiung von der Umsatzsteuer für bestimmte Weiterbildungsangebote aufheben. Auf alle nicht beruflich ausgerichteten Kurse müssten dann 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben werden. Das Ministerium folgt damit Vorgaben der EU.

„Wir sehen uns gut vorbereitet“, sagt der Direktor der Volkshochschule Velbert /Heiligenhaus (VHS), Rüdiger Henseling. „Wir gehen dieses Risiko bereits jetzt schon nicht ein, da alle unsere Kurse auf berufliche Weiterbildung ausgerichtet sind.“ Außerdem, ergänzt Verwaltungsleiter Marcus Nüse, sei die abschließende Formulierung des neuen Gesetzes noch nicht eindeutig: „Der deutsche Volkshochschulverband will den Entwurf abmildern und hat die Problematik bereits vorgetragen“, so Nüse.

VHS schaut auf Bedarf bei Angestellten lokaler Unternehmen

Henseling erläutert weiter, dass er nicht davon ausgehe, „dass unsere Teilnehmer betroffen sein werden.“ Das liege an der Ausrichtung der VHS Velbert/Heiligenhaus: „Wir fragen uns: Was hat ganz konkret der Arbeiter eines Unternehmens der Schlüsselregion von unserem Angebot“, erläutert der VHS-Leiter. „Wir stellen also deutlich den Bildungsaspekt in den Vordergrund.“

Rüdiger Henseling nennt als Beispiel die Gesundheitskurse: „Das sind keine Sportangebote, sondern es geht darum, Fehlzeiten zu vermeiden, indem Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz vorgebeugt wird.“ Ihm sei klar, dass „das nicht von allen Volkshochschulen so akribisch gehandhabt“ werde. Seiner Meinung nach habe das Ende der Umsatzsteuerbefreiung sogar einen positiven Aspekt: „Der Freizeitcharakter des VHS-Angebots wird zurückgehen, der Schwerpunkt wird wieder mehr auf Fort- und Weiterbildung liegen.“

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