Buchvorstellung

Velberterin reist mit ihrem Roman zur Frankfurter Buchmesse

Die Velberterin Autorin Jeannette Kauric mit ihrem zweiten Roman „Zurückgeträumt“. Die 28-Jährige lebt in Velbert-Mitte. Am Samstag wird sie als Gast auf der Frankfurter Buchmesse ihren Roman präsentieren.

Die Velberterin Autorin Jeannette Kauric mit ihrem zweiten Roman „Zurückgeträumt“. Die 28-Jährige lebt in Velbert-Mitte. Am Samstag wird sie als Gast auf der Frankfurter Buchmesse ihren Roman präsentieren.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Autorin Jeannette Kauric hat ihr zweites Buch „Zurückgeträumt“ veröffentlicht. Der Spielort ihrer Liebesgeschichte ist die Langenberger Altstadt.

Emily hat sich ihren Traum von einem eigenen Lesecafé in Langenberg verwirklicht. In der historischen Bücherstadt zwischen Antiquariaten und Buchbindern. Ihr Leben scheint perfekt. Ihre Hochzeit mit Tom steht bevor und auch die Babyplanung ist im Gange. Bis, ja bis ein merkwürdiger Traum über ihren Ex-Freund die junge Frau aus dem Leben reißt und in einen Strudel der Gefühle zieht. Doch keine Sorge: Alles Fiktion, weiß Jeanette Kauric.

Die Velberterin ist Buchautorin und Emily die Protagonistin ihres neuen Romans „Zurückgeträumt“, den sie Ende August veröffentlicht hat. Doch die Orte der Geschichte dürften dem ein oder anderen Leser bekannt sein. „Die Handlung spielt in der Langenberger Altstadt. Wenn man sich hier auskennt, kann man sich wiederfinden“, sagt die 28-Jährige. Spätestens, wenn der Kerzenzauber erwähnt wird, und die verwinkelten Gassen der Altstadt in stimmungsvolles Licht getaucht werden, weiß der Velberter, wo er ist.

Feuchte Augen und Tränen bei Leserinnen

Ein Jahr hat Jeannette Kauric an ihrem zweiten Roman mit insgesamt 308 Seiten gearbeitet. Entstanden ist „ein dramatischer und tragischer Liebesroman“, sagt die Autorin. Das Feedback sei bisher positiv: „Leserinnen empfehlen, Taschentücher bereitzuhalten“, sagt Kauric, die sich darüber freut, Emotionen zu wecken.

Die Schriftstellerei ist für die junge Frau bisher nur Hobby und Leidenschaft. „Ich bin Patentfachanwaltsangestellte, muss mir meine Schreibzeiten konsequent einteilen.“ Oft sitzt sie nach Feierabend mit ihrem Laptop auf dem Schoß auf der Fensterbank oder dem Sofa. Ihre Wohnung in Velbert-Mitte verwandelt sich zu dieser Zeit in eine Schreibwerkstatt, mit unzähligen Klebezetteln an den Wänden, für all die Ideen, die sie in ihrem Buch noch unterbringen möchte.

Bücher signieren auf der Frankfurter Buchmesse

Die 28-Jährige ist „Self-Publisher“, arbeitet also nicht mit einem klassischen Buchverlag zusammen, sondern bringt ihre Werke selbst auf den Markt. Das bedeutet: Jeannette Kauric begleitet den gesamten Bucherstellungsprozess in eigener Regie – vom Lektorat bis zur Vermarktung. Unterstützung bekommt sie von Freunden und der Familie.

Heute geht ein Traum für die junge Autorin in Erfüllung: Schließlich beginnt in Frankfurt die Buchmesse. Auf einem der vielen Präsentiertische wird auch der Roman „Zurückgeträumt“ zu finden sein. Jeannette Kauric wird am Samstag vor Ort sein, sich mit Lesern treffen und Exemplare ihres Buches signieren. An Besucher möchte sie „Goodie bags“ verteilen, kleine Geschenke mit Lesezeichen und Leseproben ihres Buches. So können Messebesucher „zurückträumen“ und Emily durch ihr Liebeschaos begleiten.

„Schreib über das, was du kennst.“

Doch ist „Zurückgeträumt“ autobiografisch? „Nein“, sagt Kauric. Dennoch nimmt sie einen Autoren-Tipp beim Schreiben ernst: „Schreib über das, was du kennst.“ Deshalb wurden auch Velbert und Langenberg Handlungsorte der Geschichte. Auch weitere kleinere Parallelen sind erkennbar: Kauric arbeitete als Aushilfe in der geschlossenen Psychiatrie im Klinikum Niederberg. „Ich habe Sitzwache gehalten, wenn jemand fixiert wurde.“ Die Eindrücke von Machtlosigkeit sind ihr noch heute präsent und spielen auch in „Zurückgeträumt“ eine Rolle. Denn eine der Protagonisten kommt in die Psychiatrie. Wer wissen möchte wer und wieso, sollte mit Jeannette Kauric zurückträumen.

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