Ferienspaß

Velberter Verein Pro Mobil bietet Aktionen für Kinder mit Handicap

In den Ferien haben sich die Detektiv-Kinder des Pro Mobil Vereins auf Schatzsuche begeben.

In den Ferien haben sich die Detektiv-Kinder des Pro Mobil Vereins auf Schatzsuche begeben.

Foto: WAZ FotoPool

Velbert.   Der Velberter Verein Pro Mobil bietet Kindern mit Handicap ein buntes Angebot, ihre Ferien zu gestalten. Als Detektive machen sie sich auf die Suche nach einem Schatz.

Der ständige Blick zur Uhr: Mit jeder Sekunde lässt die Konzentration der Schüler nach. Akkurat legen sie ihre Schulsachen zusammen, die Vorfreude und Spannung steigt – der Gong ertönt. Nun ist es soweit, die Herbstferien beginnen. Für die Kinder der Schule am Thekbusch heißt es, dass nun eine spannende und abwechslungsreiche Zeit beginnt. Denn die Kooperation mit dem Verein Pro Mobil ermöglicht ihnen, in der Ferienzeit Detektivarbeit zu leisten.

„Die Schatztruhe mit den Süßigkeiten wurde geklaut“ – unter diesem Vorwand machen sich 15 Detektive auf geheime Mission. „Ausgestattet mit einem selbstgebastelten Detektivausweis und einer Kamera machen sie sich auf die Suche“, berichtet Stefanie Röcher, Leiterin der Freizeitangebote bei Pro Mobil. Um geheime Botschaften zu hinterlassen, dürfe zudem der mit Zaubertinte gefüllte Füller nicht fehlen. Die Botschaften, die der Dieb hinterlässt, geben den Superdetektiven kleine Hinweise.

Die Box ist gefunden – neben den Süßigkeiten als Belohnung wird zudem getanzt oder sich ausgeruht. Der so genannte Snoezel-Raum bietet den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit. Auf Wasserbetten und bei Lichtspielen können sich die fleißigen Detektive nach der anstrengenden Suche ausruhen.

Förderschule bestens ausgestattet

Wer sich jedoch noch nicht genug ausgepowert hat, der kann sich drinnen sowie draußen mit Begleitung austoben. Auch Rollstuhlfahrer müssen nicht auf die Schaukel verzichten, denn auch hier ist die Förderschule bestens ausgestattet. „So wie die Schule auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst ist, versuchen auch wir elf Mitarbeiter uns nach den Wünsche und Bedürfnisse der Kinder zu richten“, erklärt die 26-jährige Mitarbeiterin.

Bei einem Treffen – lange vor den Ferien – besprachen die Mitarbeiter das Thema des Ferienprogramms. Wünsche und Anregungen wurden hier in der Runde gesammelt. Es folgte die Planung des Programms und die Zuweisung von Mitarbeitern an bestimmte Kinder; ruhige Kinder werden ruhigen Mitarbeitern zugeteilt. Besonders für Kinder mit Autismus seien solche Beziehungen sehr wichtig, sagt Röcher. Doch willkommen sind alle Kinder – bei jedem Mitarbeiter.

Was macht die Arbeit bei Pro Mobil so spannend? „Die Bürotätigkeit und die Momente, die ich mit den Kindern erlebe, machen den Beruf so abwechslungsreich und dankbar zugleich“, sagt Stefanie Röcher.

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