Ausbildungsstart

Velberter Unternehmen sind mit ihren Azubis zufrieden

Bürgermeister Dirk Lukrafka (hinten) hatte im Juni die neuen Auszubildenden ins Rathaus eingeladen.

Bürgermeister Dirk Lukrafka (hinten) hatte im Juni die neuen Auszubildenden ins Rathaus eingeladen.

Foto: Stadt Velbert

Velbert-Mitte.  Das Ausbildungsjahr hat begonnen, viele junge Menschen starten in den Beruf. In Velberter Unternehmen stehen die Chancen auf Übernahme gut.

Früh aufstehen, pünktlich da sein und eine vollkommen neue Umgebung – Anfang des Monats haben wieder viele Jugendliche ihre Berufsausbildung begonnen. Ob nun in einem großen Unternehmen oder im kleinen Handwerksbetrieb, für alle beginnt ein neuer, ungewohnter Lebensabschnitt.

Guido Häger führt seine eigene Tischlerei in Neviges – und bildet auch aus. „Weil man sehen muss, dass der Beruf und auch der Betrieb weitergeführt werden“, sagt er. Beklagen könne er sich auch nicht, „momentan kann ich mir tatsächlich die Leute aussuchen“, so viele Bewerbungen habe es gegeben. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Beruf ein bisschen im Trend liegt, weil man hier auch kreativ sein kann.“

Handwerkskammer legt positive Zahlen vor

Diese Einschätzung stützt die Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf mit Daten und Fakten: Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann: „Das Meldeergebnis zum jetzigen Stand ist ermutigend.“ Die Abteilung Lehrlingsrolle der HWK habe zum 1. August 4106 und damit mehr neue Auszubildende im Kammerbezirk als vor einem Jahr registriert. Die Kammer schätzt deshalb, dass in ihrem Bezirk in diesem Jahr etwa 7600 junge Menschen eine Berufslehre im Handwerk aufnehmen könnten (Vorjahr 7550).

Bislang habe er überwiegend positive Erfahrungen mit den Azubis gemacht. Erst vor kurzem hat Lukas Klein als Jahrgangsbester seine Ausbildung beendet „und wird zu 100 Prozent übernommen“, sagt Häger. Ob das bei allen Auszubildenden klappe, hänge aber vom Einzelfall ab: „Das muss vom Engagement her stimmen und es hängt davon ab, wie der Azubi ins Team passt.“

Stadt bildet bedarfsgerecht aus und übernimmt Azubis

Auch die Stadt Velbert bietet jungen Menschen die Chance, in verschiedenen Berufsfeldern eine Ausbildung zu absolvieren – etwa als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Bibliothek), als IT-Systemelektroniker oder zum Verwaltungsfachangestellten.

„Angesichts der Altersstruktur der städtischen Beschäftigten ist es wichtiger denn je, dass wir durch engagierten Nachwuchs verstärkt werden“, sagt Stadtsprecher Hans-Joachim Blißenbach. Mit Erfolg, zumindest in letzter Zeit, fährt er fort: „In den vergangenen Jahren waren wir immer sehr zufrieden mit unseren Auszubildenden.“

Da die Stadt Velbert „grundsätzlich bedarfsorientiert ausbildet“, so Blißenbach, „können die Auszubildenden bei einer guten Absolvierung der praktischen und theoretischen Ausbildung sowie entsprechender sozialer Kompetenzen mit der Übernahme im Anschluss an ihre Ausbildung rechnen.“

Witte hat gute Erfahrungen mit Auszubildenden gemacht

Also auch hier gute Aussichten für die Schulabgänger. Genauso wie bei Witte Automotive: Der Zulieferer bildet in vielen Berufen aus. „In diesem Jahr starten an unseren deutschen Standorten Velbert, Wülfrath und Bitburg insgesamt elf junge Menschen ihre Ausbildung – unter anderem zum Werkzeugmechaniker, Industriemechaniker und Industriekaufmann. Wir haben auch zwei KIS-Studenten eingestellt und bilden zur Industriekauffrau und zum Fachinformatiker mit begleitendem Studium aus“, erläutert Pressesprecherin Bettina Janke.

„Dabei bilden wir ausschließlich für den eigenen Bedarf aus, womit wir immer schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Verbunden ist damit natürlich das Ziel, diese angehenden Fachkräfte dann in unser Familienunternehmen zu integrieren – unsere Auszubildenden hatten und haben daher beste Aussichten auf Übernahme nach der Lehrzeit.“

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