Kriminalität

Velberter Seniorin wird Opfer des Enkeltricks

Die Anruferin hatte der 91-jährigen Velberterin glaubhaft versichert, dass sie ihre Nichte sei und in finanziellen Schwierigkeiten stecke.

Die Anruferin hatte der 91-jährigen Velberterin glaubhaft versichert, dass sie ihre Nichte sei und in finanziellen Schwierigkeiten stecke.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Velbert.  Eine 91-jährige Velberterin ist Opfer des so genannten Enkeltricks geworden. Die Polizei warnt daher erneut ausdrücklich vor Betrügern am Telefon

Die Kreispolizei warnt erneut vor Trickbetrügern am Telefon. Anlass ist der Fall einer 91-jährigen Velberterin, die am Dienstag, 5. November, Opfer des so genannten Enkeltricks geworden ist. Der Seniorin war laut Bericht der Polizei eine finanzielle Notlage der Nichte so glaubhaft vorgespielt worden, dass die hilfsbereite Dame mehr als zehntausend Euro von ihrem Konto abhob und es einem unbekannten Mann übergab, den sie aber nicht näher beschreiben kann. Erst ein nachträgliches Telefonat mit der Mutter der Nichte klärte den perfiden Betrug auf. Die Seniorin erstattete Anzeige. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Diesen Fall nimmt die Kreispolizei Mettmann noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen. Die Anrufer geben sich zum einen als Angehörige aus, die sich in einer finanziellen Notlage befinden oder setzen als „Polizeibeamte“ die Seniorinnen und Senioren in dem Gespräch unter Druck, um an Bargeld und Wertgegenstände zu kommen. Die Polizei weist daher nochmals ausdrücklich daraufhin, dass sie niemals um die Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen bittet. „Seien Sie misstrauisch, halten Sie persönlich und selbstständig Rücksprache mit ihren Angehörigen unter den ihnen bekannten Rufnummern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie im Verdachtsfall einfach auf, denn: ,Auflegen ist nicht unhöflich!’“, appelliert die Behörde. Außerdem solle sofort der Notruf 110 gewählt werden.

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