Klimaschutz

Velberter Rat setzt Sondersitzung zum Klimaschutz an

Der Sommer ist wieder zu trocken. Bereits Anfang Juli sind Felder und Golfplatz schon teils braun. 

Der Sommer ist wieder zu trocken. Bereits Anfang Juli sind Felder und Golfplatz schon teils braun. 

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Velbert.  Nach den Sommerferien widmet sich der Velberter Rat in einer Sitzung ganz dem Klimaschutz. Sportfreunde Siepen können ihren Sportplatz behalten.

Der Rat der Stadt wird am 17. September zusammenkommen, um in dieser Sitzung allein über den Klimaschutz in Velbert zu diskutieren. Dies beschlossen die Mitglieder des Stadtrates auf ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig bei einer Enthaltung.

Offenbar unter dem Eindruck der breiten Fridays-for-Future-Bewegung hatten fast sämtliche Ratsfraktionen Anträge zum Klimaschutz gestellt. Grüne und Piraten wollten eine Resolution verabschieden lassen, um den Klimanotstand für die Stadt Velbert zu erklären, die CDU kam ebenfalls mit dem Antrag für eine Resolution, die Klima- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des stadtpolitischen Handels stellen sollte, ähnlich die FDP, während die SPD eine Sondersitzung beantragte.

Bezirksausschuss muss weichen

Diese Sondersitzung schlug dann auch Bürgermeister Dirk Lukrafka vor. Terminiert wurde sich nach den Sommerferien, auf Dienstag, 17. September. Dafür muss eine Sitzung des Bezirksausschusses Neviges verlegt werden.

„Das Thema ist zu wichtig, als dass es neben vielen anderen Tagesordnungspunkten auf diese Sitzung behandelt wird“, argumentierte Bürgermeister Lukrafka. So habe die Verwaltung genügend Zeit, die Sitzung vorzubereiten. Im Übrigen habe sich in Velbert in Sachen Klimaschutz schon so einiges getan, führte Lukrafka aus. So gebe es ein 270 Seiten starkes Energie- und Klimakonzept mit einer Reihe von Maßnahmen darin und Velbert habe als erste Stadt im Kreis einen Klimaschutzbeauftragten installiert. „Wir haben schon viel getan, können aber noch mehr tun“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Bolz. Für die Grünen forderte Esther Kanschat, dass nun endlich zum Schutze des Klimas auch gehandelt werden müsste.

Sportplatz Siepen bleibt

Gute Nachrichten gab es auf der Ratssitzung für die Sportfreunde Siepen: Der Verein kann weitermachen und seinen Sportplatz behalten. Die Ratsmitglieder beauftragten die Verwaltung mit dem Verein einen Vertrag über Nutzung und Pflege des Geländes samt den Sozialräumen auszuhandeln. Der Verein soll dabei verpflichtet werden, aktiv den Aufbau weiterer Mannschaften zu betreiben und vor allem die Jugendarbeit zu intensivieren. Für Pflege und Unterhalt des Platzes bekommt der Verein rund 10.000 Euro. Die Entscheidung wurde von den Sportfreunden Siepen, die mit einer Delegation zur Ratssitzung gekommen waren, mit Beifall aufgenommen.

Die Fraktionen wollten den erst Ende der 1980er Jahre fertig gestellten Sportplatz nicht aufgeben, zumal in diesem Stadtteil rund 6000 Menschen wohnen. Außerdem war erst vor kurzem der Sportplatz Jahnstraße in Neviges-Mitte zugunsten von Wohnbebauung aufgegeben worden.

Sportfreunde hatten sich auflösen wollen

Die Sportfreunde Siepen hatten sich eigentlich auflösen wollen, weil sie für die Kosten des Sportplatz-Unterhaltes von 13.000 bis 15.000 Euro pro Jahr nicht mehr aufkommen konnten, da der Hauptsponsor weniger zahlte. Außerdem ist der Sportplatz im Siepen noch der einzige Ascheplatz der Stadt, nach Angaben des Vereins daher weniger attraktiv für die Jugend.

SPD-Fraktionschef Rainer Hübinger schlug vor, dass auch dort eine andere Oberfläche installiert werden sollte. Dies wurde aber zurückgestellt.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben