Ferienprojekt

Velberter Nachwuchsartisten beeindrucken in der Zirkusmanege

Akrobatik in der Höhe erlernten die Kinder beim Sommerferienprogramm der Stadt ebenso wie Jonglieren, Balancieren und Clownerie.

Akrobatik in der Höhe erlernten die Kinder beim Sommerferienprogramm der Stadt ebenso wie Jonglieren, Balancieren und Clownerie.

Foto: Uwe Möller

Velbert.  Beim Ferienprogramm der Stadt Velbert wurden Kinder zu Zirkusartisten. Sie brachten jetzt bei der Abschlussaufführung ihr Publikum zum Staunen.

Manege frei hat es am Samstagmittag auf dem Außengelände der Grundschule Birth geheißen. Dort fand nämlich nun schon zum 14. Mal eine Aufführung des Zirkusprojekts der Stadt Velbert statt. Das Projekt gehört zum städtischen Sommerferienprogramm, und Kindern von sechs bis 13 Jahren haben dort in Workshops eine Woche lang das Jonglieren, Balancieren und weitere unterhaltsame Genres des Zirkuswelt erlernt. Das neuerworbene Können präsentierten die über 100 kleinen Nachwuchsartisten in einem echten Zirkuszelt vor ihren Eltern und Freunden. Die zahlreichen Besucher hatten einiges zu staunen.

Menschliche Pyramide beeindruckte das Publikum

So beeindruckten etwa sechs Kindern das Publikum, als sie sich aufeinander abstützten, und als Gruppe eine menschliche Pyramide bauten. „Es ist total klasse, was die Kinder zusammen mit den Trainern innerhalb von ein paar Tagen auf die Beine stellen“, findet Besucherin Anja Klostermann. Anschließend zeigten die jungen Zirkusartisten ihr akrobatisches Geschick am Vertikaltuch. Dabei wurden Positionen wie der Spagat oder der Kopfüberhang wie von echten Profis gemeistert.

Neben weiteren eindrucksvollen akrobatischen Einlagen am Trapez gehörten auch lustige Clown-Sketche und Kunststücke mit brennenden Fackeln zu den Höhepunkten der Zirkusshow. Hierbei wurden sogar Techniken des Feuerspuckens und Feuerschluckens präsentiert – natürlich immer an der Seite jeweils einer oder zwei Betreuer.

Die Kinder bauten sehr viele eigene Ideen ein

„Viele von ihnen sind angehende Erzieher von der Diakonie Bleibergquelle“, erklärte Projektleiter Stefan Reinecke von der Stadt Velbert. Das richtige Know-How im Bereich Zirkus-Unterhaltung bekamen die Betreuer ihrerseits bei der Vorbereitung vermittelt von zwei Trainern des pädagogischen Projektzirkus „Zapp Zarap“ aus Leverkusen. Zirkuspädagoge Tim Heumann ist zufrieden mit dem diesjährigen Velberter Ergebnis: „Das war eine sehr entspannte Zusammenarbeit, wobei die Kinder sehr viele Ideen auch selbst einbauen konnten.“

Mit dem Projektzirkus tourt Trainer Tim, wie er selbst gern genannt wird, das ganze Jahr lang zu unterschiedlichen Orten und hilft dabei unterhaltsame Shows zu entwickeln. Aus pädagogischer Sicht sei das Projekt so gut, „da die Kinder sich ein Ziel setzen, das sie schon nach kurzer Zeit umsetzen können. Die Kinder können sich ausprobieren und haben mit der Aufführung ein besonderen Erfolgsmoment, auf den sie stolz sein können“.

Bewusst auf Show-Einlagen mit Tieren verzichtet

Stolz ist auch die neun Jahre alte Lena. Die kleine Zirkusartistin nahm nun schon zum dritten Mal am Zirkusprojekt des Ferienprogramms teil und zeigte keine Spur von Anspannung bei ihren Übungen am Vertikaltuch. „Ein paar Sachen konnte ich noch vom letzten Jahr. Da konnte ich allerdings nicht auftreten, da ich krank wurde. Heute hat der Auftritt auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht“, freute sich Lena.

Um den Zuschauern eine richtige Zirkusatmosphäre zu bieten, gab es nicht nur das Zelt und tolle Kunststücke in der Manege, sondern auch Bratwurst und leckeres Popcorn. Auf Show-Einlagen mit Zirkustieren verzichteten die Veranstalter übrigens ganz bewusst: „Bei uns sollen die Kinder im Mittelpunkt stehen. Ein Pony, das seit 20 Jahren im Kreis laufen muss, ist nicht so unser Ding. Da stehen wir nicht hinter“, betonte Stefan Reinecke. Vermisst wurden Kunststücke mit Tieren ohnehin nicht, denn die Artisten brachten die Zuschauer allein mit ihrem neuerlernten Können zum Staunen.

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