Landwirtschaft

Velberter Landwirte kommen mit dem Wetter gut zurecht

Die Böden sind nach dem wochenlangen schlechten Wetter gut durchgeweicht.

Foto: Detlev Kreimeier

Die Böden sind nach dem wochenlangen schlechten Wetter gut durchgeweicht. Foto: Detlev Kreimeier

Velbert.   Auf den Höfen gibt es jede Menge zu tun, bei Regen werden eben jetzt die Maschinen gewartet und den Tieren die Ställe kuschelig hergerichtet.

Regen, Schnee und Wind: Seit Wochen ist es kaum noch trocken und die Sonne lässt sich gar nicht mehr blicken. Das macht uns nicht nur zu schaffen, sondern könnte für die Bauern sogar berufsgefährdend sein – sollte man meinen. Aber die Landwirte können erstaunlich gut mit dem schlechten Wetter umgehen.

Andere Aufgaben stehen auf dem Programm

„Natürlich sind die nassen und teilweise gefrorenen Felder mit unseren Maschinen nicht befahrbar“, erzählt Claudia Greshake vom Gut Hixholz, „aber zu dieser Jahreszeit müssen die Bauern auch gar nicht auf den Feldern arbeiten.“ Im Winter stehen normalerweise andere Aufgaben auf dem Programm – wie zum Beispiel Waldarbeiten oder der Rückschnitt von Bäumen. „Hinzu kommt, dass man zu dieser Jahreszeit sowieso von eher schlechtem Wetter ausgehen muss“, so Greshake.

Reihenfolge der Arbeiten ändern

Wenn es aber zu nass oder gefroren ist, können auch diese Dinge nicht erledigt werden, denn das Befahren mit schweren Landmaschinen schädigt den Boden. „Dann müssen wir uns halt arrangieren und andere Sachen erledigen, wie zum Beispiel die Maschinenpflege“, sagt Greshake. „Ob wir erst die Bäume schneiden oder uns um die Maschinen kümmern, ist egal.“ Das sei nicht schlimm, denn nur die Reihenfolge der Arbeiten ändert sich. Kritisch wird es erst bei viel Schnee, Eis und Frost, wenn zum Beispiel Rohre einfrieren. „Das Problem haben aber nicht nur die Landwirte“, so Greshake. „Schlechtes Wetter gefällt niemandem, der viel draußen arbeitet.“

Mehr Stroh im Stall für die Tiere

Den tierischen Hofbewohnern macht das ungemütliche Wetter teils zu schaffen. Bei schlechtem Wetter kümmern sich die Bauern umso mehr um ihre Tiere – durch größere Mengen Stroh auf dem Boden macht man es ihnen auf dem Gut Hixholz besonders kuschelig und angenehm.

Dass das schlechte Wetter im Moment den Arbeitsplan ein bisschen durcheinanderwirft, weiß auch Alex Mülfrath vom Bio-Bauernhof „Hof zur Hellen“: „Wenn das Wetter gut wäre, hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon mehr Dinge erledigt, die anfallen.“ Aber auch den Bio-Hof trifft die Schlechtwetter-Phase nicht unvorbereitet. „Man muss gegen Ende des Jahres immer damit rechnen. Wenn wir jetzt weniger schaffen, gibt es halt mehr Arbeit im Frühjahr“, so der Landwirt.

Landwirte kommen mit dem Wetterzurecht

Auch wenn es seit November kaum länger als ein paar Tage am Stück trocken war, können die Landwirte in Velbert gut damit umgehen, denn sie sind immer auf schlechtes Wetter eingestellt. Auch wenn spontan einige Arbeiten verschoben werden müssen, sei das halb so wild.

„Das ist einfach so“, fasst Claudia Greshake zusammen.

<<< NUR ZEHN SONNENSTUNDEN

Die letzten Wochen waren die sonnenärmsten und trübsten seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Im ganzen Dezember gab es in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich zehn Sonnenstunden.

Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt (37 Stunden) und deutlich weniger als 2016 mit 75 Stunden. Und auch der Januar begann trübe, aber es soll jetzt deutlich besser werden.

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