Flugsport

Velberter können endlich wieder in die Luft gehen

Aus dem Cockpit des Segelfliegers haben die Piloten einen tollen Blick auf die Landschaft,

Foto: Foto: Anne-Kathrin Looft

Aus dem Cockpit des Segelfliegers haben die Piloten einen tollen Blick auf die Landschaft, Foto: Foto: Anne-Kathrin Looft

Velbert/Dorsten.   Nach Wintermonaten können die weißen Segelflugzeuge des Luftsportvereins Velbert (LSV) nun wieder abheben. Flugschüler macht seine erste Übungen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die ersten Starts sind gemacht. Und auch die technischen und die persönlichen Bedingungen sind gecheckt. Für den Luftsportverein Velbert hat die neue Saison begonnen.

Erst zu nasses, dann zu schönes Wetter

Der Start in die neue Saison hat sich allerdings eher schwierig gestaltet. War kurz vor Ostern der Flugplatz in Datteln– aufgrund seiner Nähe zum Wesel-Datteln-Kanal und zur Lippe – noch zu nass, hadern die Piloten jetzt mit dem schönen Wetter. „Um es möglichst einfach auszudrücken: uns fehlen die weißen Schönwetter-Wolken“, erklärt Ralf Voortman, „diese sehr warme Luftmasse der letzten Tage hält für uns kaum „steigen“ bereit, die Flüge dauern mit viel Glück und Können vielleicht mal eine halbe Stunde.“

Die etablierten Segelflieger aber streben möglichst lange Streckenflüge an. Und die sind nur machbar, wenn es tunlichst kräftiges „Steigen“ bis in größere Höhen gibt. Die Luftsportler sprechen da von 1500 bis gerne auch 2000 und mehr Metern.

Aufwind ist gefragt

Die weißen Haufenwolken – im Fachjargon Cumulus genannt – sind so etwas wie ein Indikator, ein Anzeiger für die aufsteigende Luft. „Man fliegt den Aufwind darunter, die Thermik, an, kreist darin um eben möglichst rasch viel Höhe zu gewinnen und setzt diese dann in Strecke um. Findet die nächste Thermik, steigt, fliegt, umrundet einen häufig vorher definierten Wendepunkt“, beschreibt Fluglehrerin Anne-Kathrin Looft das Prozedere. So eine Flugaufgabe kann mehrere Schenkel haben. Ziel ist es aber wieder in Dorsten auf dem Flugplatz zu landen. Dokumentiert wird so ein Flug mit Loggern. (GPS gestützte Navigationsgeräte)

Das alles interessiert Jan René Dröscher im Moment noch wenig. Der 20-jährige Velberter Auszubildende ist Flugschüler und macht seine ersten Übungen am Doppelsteuer. Derzeit noch in Begleitung seiner Fluglehrerin.

Starten und landen lernen

Gemeinsam erarbeiten sie, wie ein Flugzeug geflogen wird, mit welchem Ruder man um welche Achse steuert, wie langsam man damit fliegen kann und wie schnell man es maximal darf. Starten und Landen. Notverfahren. Oder wie man mit anderen Flugzeugen gemeinsam in der Thermik fliegt, denn da kann es schon mal eng werden. Wer muss wem ausweichen?

„Ich bin nach fast 40 Jahren Segelfliegerei immer wieder tief beeindruckt von der Kraft der Atmosphäre“, sagt Looft und meint: Wenn zum Beispiel zwanzig Segelflugzeuge in einem Aufwind kreisen, dann werden hier quasi unsichtbar etwa zwölf Tonnen mit zum Beispiel zwei Metern pro Sekunden empor gehoben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik