Kultur

Velberter Jugend feierte beim Rocktoberfest

Paranotic spielte unter anderem in der Villa B.

Paranotic spielte unter anderem in der Villa B.

Foto: Ulrich Bangert

Velbert-Mitte.   In der Villa B stand bei Konzerten und kreativen Workshops alles im Zeichen der Kultur für junge Menschen. Es gab Comedy und Filmvorführungen.

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Musik, Lachen und Kunst haben sich Samstagabend beim „Rocktoberfest“ vereinigt: Auf allen vier Etagen der Villa B an der Höferstraße konnten Besucher kreativ werden, auch Auftritte und Vorführungen wie ein Graffiti-Workshop oder Comedy wurden angeboten. Zudem herrschte bei Auftritten von Musikbands Festzeltatmosphäre, die Besucher tanzten ausgelassen zu den Klängen. Mit Komikern lachten sie, bis sie Bauchschmerzen hatten. Und bei Graffiti-Aktionen bewunderten sie die Künstler.

Die Veranstaltung war für die Stadt auch eine Premiere, wie Stefan Reinicke vom Kinder- und Jugendzentrum Villa B erläutert: „Diese Nacht der Jugendkultur wurde schon zum 9. Mal in Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Velbert war aber das erste Mal dabei. Wir haben verschiedene Künstler eingeladen.“

Wenige Möglichkeiten für Auftritte für den Nachwuchs

Für Lachen und Spaß war etwa der 17-jährige Komiker Jonas aus Essen verantwortlich. Der junge Künstler freut sich, dass dieses Festival in Velbert stattfindet, denn: „Um an solchen Veranstaltungen teilzunehmen und mich als Komiker zu präsentieren, muss ich in der Regel nach Düsseldorf oder sogar nach Köln fahren, weil es im Ruhrgebiet wenige Möglichkeiten gibt.”

Das Festival bot auch der Hardrockband „Black Sheeps“ ein Forum. Die Formation musste einmal auch klein anfangen und weiß, wie schwierig es ist, die ersten Berge zu erklimmen. „Damals gab es ein oder zwei Veranstaltungen, bei denen wir als junge Band spielen konnten. Aber jetzt ist es noch schwieriger als früher, denn statt gezielt Jugendliche zu unterstützen und eine Plattform für ihre Auftritte zu organisieren, haben viele Veranstalter beschlossen, ihre Aktivitäten einzustellen.”

Neuauflage soll 2019 folgen

Festivalbesucher Eugen Belheim (36) aus Velbert sagt, dass er das Teenageralter zwar längst verlassen habe. Jedoch versucht er immer an Veranstaltungen wie diesen teilzunehmen: „Ich gehe gern auf Veranstaltungen, die die Jugend in Velbert unterstützen. Es gibt genügend Jugendliche die nur am Busbahnhof rumsitzen und sinnlos ihre Zeit vertrödeln. Daher freue ich mich sehr, dass junge Menschen sich für Kultur interessieren.” Das sieht man auch bei der Veranstaltung in Velbert, die mit viel positiver Atmosphäre und voller Singen, Tanzen und Lachen den Besuchern jede Menge Eindrücke mitgegeben hat.

Stefan Reinicke betont auch, dass 2019 wieder in Velbert eine Nacht der Jugendkultur organisiert werden soll. Alle Künstler, die daran teilnehmen möchten, seien eingeladen. In diesem Jahr waren auch so viele Orte und Initiativen wie nie zuvor beteiligt: 85 Städte und Gemeinden in ganz NRW machten mit. „Solche Veranstaltungen sind auch sehr wichtig, weil es viele junge Künstler gibt, aber ganz wenig Möglichkeiten für diese Künstler aufzutreten. Besonders schwierig ist es in kleinen Städten, wie Velbert“, so Reinicke.

>>> NACHT DER JUGENDKULTUR

  • Der Eintritt für das Rocktoberfest in der Villa B war mit fünf Euro als sehr erschwinglich zu bezeichnen.
  • Veranstalter war das Jugendamt Velbert, als Kooperationspartner fungierte die Kunst- und Musikschule Velbert.
  • Weitere Informationen zur Nacht der Jugendkultur gibt es auf www.nachtfrequenz.de.

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