Kunst

Velberter Galeristin lebt inmitten von Kunst und Gemälden

Die Galeristin und Antiquariatin Renate Karrenberg-Aprath hat im ganzen Haus Bilder hängen.

Die Galeristin und Antiquariatin Renate Karrenberg-Aprath hat im ganzen Haus Bilder hängen.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Renate Karrenberg-Aprath liegen besonders die Velberter Künstler Armin Turk und Wilhelm Strehlau am Herzen. Die Kunst hängt sogar im Treppenhaus.

Ein Treppenhaus der ganz besonderen Art erwartet den Besucher von Renate Karrenberg-Apraths Antikhaus und Galerie. In dem dreigeschossigen Jugendstil-Haus in der Kaiserstraße fängt die Ausstellung der Kunstwerke schon an den Wänden des Treppenaufgangs an: alte Schlösser, antike Haushaltsgegenstände aber vor allem expressionistische Gemälde säumen den Weg des Besuchers. Im ersten Stock angelangt zeigt sich eine außergewöhnliche Mischung aus Leben und Ausstelllung. Karrenberg-Aprath lebt hier gewissermaßen inmitten von Kunst.

Verkaufsgespräche inmitten von Kunstwerken

„Das 1905 vom Architekt Krieger gebaute Haus und meine Familie verbindet eine lange Geschichte.“ Im ersten Stockwerk liegt eine vollständige Wohnung, in der die Sammlerin viel Zeit verbringt, die aber auch gleichzeitig Ausstellungsfläche ist. Inmitten von wertvollen Möbeln und Kunstwerken werden hier Verkaufsgeschäfte gemacht.

Die erste Ausstellung für Wilhelm Strehlau

„Es kommen ganz unterschiedliche Anfragen aus den verschiedensten Richtungen“, erklärt Renate Karrenberg-Aprath. Ganz besonders am Herzen liegen ihr jedoch die zwei Velberter Künstler Wilhelm Strehlau und Armin Turk, die sie als Galeristin seit Jahrzehnten begleitete. „Im Jahr 1975 richtete ich die erste Ausstellung für Wilhelm Strehlau in diesem Haus aus. Da sogar der Velberter Bürgermeister erschien, gab es große Aufmerksamkeit und einen Bericht in der Zeitung.“

Karrenberg-Aprath vertritt seinen Nachlass

Strehlau ist 1907 geboren und war als Maler, Grafiker und Bildhauer tätig. In seinen abstrakten, expressionistischen Bildern herrschen die Farben rot, schwarz, weiß und gelb vor. Doch Wilhelm Strehlau gestaltete nicht nur im Privaten: Auch das künstlerische Leben in Velbert prägte er als Mitbegründer des Niederbergischen Kunstvereins und der Galerie 61 wesentlich. Heute vertritt Karrenberg-Aprath seinen Nachlass.

Regelmäßige Ausstellungen mit Armin Turk

Über den Maler Strehlau lernte die Galeristin in den 1970er Jahren den bekannten Velberter Künstler Armin Turk kennen. Von seinen Werken besitzt sie zahlreiche und veranstaltete gemeinsam mit ihm regelmäßig Ausstellungen in ihrer Galerie. An den inzwischen verstorbenen Künstler denkt sie gerne zurück: „Er war sehr feinsinnig und sensibel. Seine Kunst spiegelt dies durch die feinen Nuancen und die differenzierten Farbgebung wieder.“ Neben den monochromen aber vielschichtigen Farbräume, für die Turk heute bekannt ist, besitzt die Sammlerin auch Arbeiten aus seiner kurzen surrealen Phase sowie frühere Landschaftsbilder. „In seinen zart schraffierten oder aquarellierten Landschaften zeichnete sich sein späterer abstrakter Stil schon deutlich ab.“

>>>DIE BEIDEN VELBERTER KÜNSTLER

  • Armin Turk ist 1943 in Westfalen geboren und hat an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen studiert, bevor er Kunsterzieher am Velberter Gymnasium wurde. Bereits seit den 1960er Jahren beschäftige ihn die Wirkung von Farbe und Licht in seinen gemalten Farbfeldern und Farbräumen.
  • Wilhelm Strehlau kam nach dem Krieg und seinem Studium an der Kunstgewerbeschule Berlin sowie der Berliner Hochschule für bildende Künste nach Velbert. Er lehrte neben seiner künstlerischen Tätigkeit an verschiedenen Institutionen.
  • Weitere Informationen und Kontakt zu Galerie und Antiquariat: www.galerie-karrenberg.de.

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