Einsatzkräfte

Velberter Feuerwehrleute absolvierten Fahrtraining

Das Fahrverhalten eines Lkw ist auf nasser Straße natürlich ein ganz anderes – auch das müssen Fahrer der Feuerwehr aber beherrschen.

Das Fahrverhalten eines Lkw ist auf nasser Straße natürlich ein ganz anderes – auch das müssen Fahrer der Feuerwehr aber beherrschen.

Foto: Feuerwehr Velbert

Velbert/Gütersloh.  Fahrer der Velberter Feuerwehr absolvierten ein spezielles Training. Dazu ging es auf einen ehemaligen Flughafen bei Gütersloh.

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Ein Einsatzfahrzeug unter Alarmbedingungen – also mit Blaulicht und Martinshorn – durch den Verkehr zu manövrieren, das stellt an die Fahrerinnen und Fahrer der Velberter Feuerwehr besondere Anforderungen. „Unerwartetes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer muss immer einkalkuliert werden, ungünstige Wetterbedingungen können die Fahrt zusätzlich erschweren“, erläutert ein Sprecher der Wehr.

Wichtig sei es daher, das Fahrzeug zu kennen und auch in extremen Situationen sicher zu beherrschen. Eine Gruppe von Maschinisten hat deswegen ein Fahrsicherheitstraining auf dem ehemaligen Militärflughafen Gütersloh absolviert.

Fahrlehrer der Bundeswehr übernimmt die Ausbildung

Zustande kam diese Sonderausbildung durch ein Mitglied des Einsatzbereichs Velbert-Mitte, der beruflich bei der Bundeswehr beschäftigt ist. Als Ausbilder fungierte ein Fahrlehrer der Bundeswehr, der auch für die Verkehrswacht Fahrsicherheitstrainings ausrichtet. Der kleine Verband aus Velbert bestand aus einem Löschfahrzeug, einem Schlauchwagen, dem Gerätewagen Logistik, einem Mannschaftstransportfahrzug – das ist die offizielle Bezeichnung für einen VW-Bus – und einem Kommandowagen.

In Gütersloh stand zunächst eine Unterrichtseinheit Theorie auf dem Programm, dann ging es auf dem Flugplatzgelände an die praktischen Übungen. Die begannen „mit ein paar ganz profanen Vorbereitungen“, beschreibt der Feuerwehrsprecher – etwa richtige Einstellung des Fahrersitzes – bevor mit den ersten Bremsübungen aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten bis zur Vollbremsung ein Gefühl für die Reaktion des Fahrzeuges vermittelt wurde.

Übungen werden komplexer

Im Laufe des Vormittags wurden die Übungen mit Bremsen und Ausweichen, Umfahren von Pylonen und Bremsen auf verschiedenen Untergründen komplexer. Mit Hilfe einer Gleitplatte konnte sogar das Bremsen auf schneebedeckter Fahrbahn simuliert werden. Anhand des so genannten Kamm’schen Kreises, der den (idealisierten) Zusammenhang zwischen Längs- und Seitenführungskraft am Rad eines Fahrzeuges darstellt, wurde erläutert, wie Geschwindigkeit und Lenkung zusammenwirken und wie man mit dieser Erkenntnis sicherer um Kurven kommt.

Ebenfalls ein wichtiges Thema war der Tote Winkel, der sich bei Lkw an verschiedenen Stellen findet. Nach der Mittagspause standen dann noch einmal Bremsübungen unter erschwerten Bedingungen auf dem Programm, zum Beispiel mit dem Fahrzeug halb auf trockenem Untergrund, halb auf (mittels Gleitplatte simuliertem) Schnee.

Dabei stellten die Fahrzeugführer unter anderem fest, wie groß der Einfluss der Geschwindigkeit auf die Reaktion des Fahrzeugs ist. So machte es schon einen erheblichen Unterschied, ob das Fahrzeug mit 30 oder 35 km/h unterwegs war. Schließlich absolvierten die Teilnehmer noch eine Restgeschwindigkeitsmessung, um zu sehen, wie lang ein Bremsweg unter Einbeziehung der Reaktionszeit tatsächlich ausfällt.

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