Prozess

Velberter (21) nach Messerattacke vor Gericht

Vor dem Landgericht in Wuppertal begann ein Prozess gegen einen 21-Jährigen Velberter. Er soll mehrmals ausgerastet sein und seine Opfer zum Teil schwer verletzt haben.

Vor dem Landgericht in Wuppertal begann ein Prozess gegen einen 21-Jährigen Velberter. Er soll mehrmals ausgerastet sein und seine Opfer zum Teil schwer verletzt haben.

Foto: Jan-Philipp Strobel / dpa

Wuppertal.  Ein Velberter muss sich wegen diverser Angriffe vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten. Auch beim Karnevalszug soll er ausgerastet sein.

Für gefährliche Prügeleien und Messerattacken in der ganzen Region muss sich ein 21 Jahre alter Angeklagter aus Velbert verantworten. Er soll im Bekanntenkreis und gegenüber Fremden ausgerastet sein und Beteiligte teils schwer verletzt haben. Zum Prozessbeginn Freitag (9. August 2019) vor dem Landgericht in Wuppertal schüttelte der vorbestrafte und arbeitslose Handwerker den Kopf.

Verteidigerin gibt Erklärung ab

Seine Anwältin erklärte für ihn: „Es kann sein, dass das zutrifft. Er kann sich nicht erinnern. Er hatte Mischkonsum von verschiedenen Drogen.“ Bei den mutmaßlichen Taten 2016 und 2017 war der Angeklagte grade volljährig. In einem Park in Essen soll er eine Ex-Freundin als „Hure“ und „Schlampe“ beschimpft haben, als er sie mit einem neuen Freund sah.

Staatsanwalt spricht von Fausthaken und Würgegriff

Laut Staatsanwaltschaft folgte ein Geschehen in mehreren Abschnitten mit Fausthaken, Messerdrohungen und -stichen unter mehreren Beteiligten und Zuschauern. Der Angeklagte soll sogar eine Bierflasche abgebrochen und damit zugestochen haben. Beim Karnevalszug in Düsseldorf habe er einen Gegner in Würgegriff genommen, dass Sicherheitsleute eines Hotels eingriffen.

Laut Anklage einem Opfer die Nase gebrochen

In Duisburg habe er in einem Zug randaliert. Er habe einen Mitarbeiter angerempelt, sei mit einer ganzen Gruppe Fahrgäste aneinander geraten und habe schließlich auf dem Bahnsteig einem Opfer die Nase gebrochen.„Wie kann das sein, dass Sie davon nichts mehr in Erinnerung haben? Wie haben Sie denn damals gelebt“, fragte der vorsitzende Richter nach. Das wisse er nicht, sagte die Anwältin: „Er ist ja kein Mediziner.“ Bei diesen Worten blickte der Gerichtspsychiater von seinen Notizen auf und fixierte die Anwältin stumm. Es blieb dabei: Nichtmal zum Drogenkonsum wurden die Angaben genauer. Die Richter werden die weiteren Beteiligten der Prügeleien als Zeugen befragen. Der Prozess wird Montag, 12. August, fortgesetzt.

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