Frauenband

Velbert: „Zucchini Sistaz“ heizten im Bürgerhaus kräftig ein

Sinje Schnittker (v. li.), Jule Balandat und Tina Werzinger brachten als „Zucchini Sistaz“ gute Unterhaltung auf die Bühne im Kleinen Saal des Bürgerhaus.

Sinje Schnittker (v. li.), Jule Balandat und Tina Werzinger brachten als „Zucchini Sistaz“ gute Unterhaltung auf die Bühne im Kleinen Saal des Bürgerhaus.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Die Band „Zucchini Sistaz“ sorgte im Bürgerhaus in Langenberg für eine tolle Stimmung. Dabei überzeugten die drei Damen nicht nur mit Musik.

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Schon beim ersten Lied der „Zucchini Sistaz“ klatschten die Gäste im ausverkauften Kleinen Saal des Historischen Bürgerhauses Langenberg begeistert mit. Die energiegeladene Damenband im Stil der 1950er und -60er Jahr mit Gitarre, Kontrabass und verschiedenen Trompeten sowie alternierendem Gesang zog ihr Publikum vom ersten Moment an in ihren Weihnachtsbann. Und das nicht nur mit Musik.

„Wir drei sind gerade auf einer Bethlehem-Rallye“, was wohl auch zu dem Spiel „Reise nach Jerusalem“ passe, leiteten sie gleich zur eigenen Hochkonjunkturphase ihrer Weihnachtstour über. Ganz in Grün und Glitzer gekleidet, mit Weihnachtssternen im Haar, sangen sie von Weihnachtsbäumen und Mistelzweigen, von den Liebsten daheim, während sie selbst auf Tournee seien.

Stimmungsbarometer stieg kontinuierlich an

Mit einem Stimmungsbarometer fragten die Zucchini Sistaz immer wieder das Publikum, wie es um dessen Weihnachtsstimmung bestellt sei. Dabei hatte das Weihnachtsbarometer eine einfache Skaleneinteilung: „Eins ist Ostern und zehn ist Heiligabend mit Schnee“. Durch die zunächst vorsichtige Rückmeldung der Gäste fühlten sie sich erst recht angespornt.

Rasant ging es dann dreistimmig durch unterschiedliche Weihnachtsthemen. So sangen sie ein „Hoch auf die Bahnhofsdrogerie“ und fragten: „Bist du ein ‚Fünfvorzwölfer?“ Sie wollten auch vom Publikum wissen, was es denn bei Ihnen an Heiligabend zu essen gebe. Zwischendrin ließen Sinje Schnittker, singendes Multitalent an Trompete, Posaune und sonstigen Instrumenten, liebevoll „Schnittchen“ genannt, Jule Balandat, die singende Kontrabassistin, und Tina Werzinger, singende Gitarristin, ihrer Begeisterung für das Bürgerhaus freien Lauf: „Wir überlegen, hier einzuziehen.“

Zu Weihnachten hat ein Tier Hochkonjunktur: der Schweinehund

Dann besangen sie das Haustier, das zu Weihnachten Hochkonjunktur habe: der Schweinehund. Das Jaulen und Heulen, Hecheln und Junken lockt weitere Begeisterung beim Publikum hervor. Über den Muskel-Kater ging’s zur Weihnachtsmaus und zu monochromem Kochen – alles in einer Farbe, was dann aber bunt schmeckt. Auf diese Weise sangen sich die Sistaz durch das grüne Gemüse und schwärmten von den diversen Zucchinisorten – weshalb sie nun auch ein Kochbuch, das „Almanach des Zucchini-Kochens“, geschrieben hätten.

Die Band besang ihre Angst vorm Friseur, hüpfte und spielte, performte und schauspielerte sich kurzweilig durch den Abend, kam auch schon einmal ein wenig außer Atem. Sie waren erst in der letzten Woche beim Bundespresseball in Berlin: „Wir fanden, dass uns das Adlon auch sehr gut steht.“

Kleine Geschichten aus dem Leben der Musikerinnen

Immer wieder erzählten die drei Frauen aus ihrem Leben als Musikerinnen. So werde Schnittchen ihrem Bildungsauftrag innerhalb der Band gerecht und schenke jedem Karten für die Oper. Diese ernste Musik habe man „zucchinisiert“, und so gab es eine einmalig eigene Variante von Carmen: „Einen Boogie, der wie Carmen klingt“.

Mit „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ ging es rund 70 Jahre zurück in der Zeit – und die Kontrabassistin verriet, wie Schnittchen an die vielen verschiedenen Instrumente komme: „Wir schenken ihr jedes Jahr eins.“ Mehrere Male sang auch das Publikum mit, das Weihnachtsstimmungsbarometer stieg weiter und weiter. „So aufgeheizt können wir sie ja gar nicht in die Innenstadt lassen.“ Mit einem Schlaflied für das Jesuskind wurde es so zum Schluss ganz still im Kleinen Saal. Die Zucchini Sistaz bedankten sich für die Einladung in „diese mehr als adäquate Lokation. Ich finde, die steht uns fast noch besser als das Adlon.“

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