Hilfsprojekt für Kinder

Velbert: Tönisheider hilft mit Projekten Kindern in Ecuador

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Die Kinder lieben Frank Isfort, der seinerseits sein Engagement in der Wahlheimat nicht missen möchte.

Die Kinder lieben Frank Isfort, der seinerseits sein Engagement in der Wahlheimat nicht missen möchte.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Der Tönisheider Frank Isfort hilft Kindern und Studierenden in seiner zweiten Heimat Ecuador – ein Land, in dem eigene Gesetze herrschen.

Der Schulbetrieb läuft rund, sogar Förder- und Nachhilfeunterricht werden angeboten. Der Tönisheider Frank Isfort kann mit er Entwicklung „seiner“ Sonnenschule in Aguas Frias im Norden Ecuadors wahrlich zufrieden sein. Aus seiner fernen Wahlheimat zwischen Kolumbien und Peru lässt Isfort, Mitbegründer des Kinderhilfswerks „San Andres é.V.“ in Deutschland „alle „Freunde der Sonnenschule“, wie er es nennt, an seinem Leben teilhaben. Wie so viele Vereine, habe auch das Kinderhilfswerk im Moment mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Erst Corona, jetzt der Krieg in der Ukraine – die Spenden gingen zurück. Frank Isfort unterstützt mittlerweile auch Studierende in einem Land, in dem eigene Gesetze gelten.

Zunahme an Gewalt

Überfälle auf offener Straße, Gewalt und Morde hätten zugenommen, schreibt der 65-Jährige: So sei Esmeraldas, eine Stadt unweit Aguas Frias, mittlerweile die wohl gefährlichste Stadt in Ecuador geworden. „Jeden Tag gibt es Tote, Mafia und Drogenbanden bekämpfen sich gegenseitig.“ Schießereien mit der Polizei seien keine Seltenheit, Kollateralschäden von unbeteiligten Personen würden in Kauf genommen. „Mariuxi, die in Esmeraldas studiert und die ich unterstütze, hat regelmäßig Angst wenn in der Uni irgendwelche Termine angesagt sind. Für Überfälle ist es der perfekte Ort, weil jeder Student ein Smartphone hat und viele auch ein Laptop dabei haben.“

Überfälle auf Busse

Immer mehr Geschäfte verkauften aus Angst vor Überfällen ihre Ware wieder durch Gitter. Das Leben, so bilanziert der Tönisheider, sei insgesamt rauer und die Hemmschwelle zur Gewalt niedriger geworden. „Auf einer Fahrt von Esmeraldas nach Mindo habe ich einen bewaffneten Überfall auf ein Geschäft gesehen, auch werden wieder vermehrt Restaurants und Busse überfallen,um die Passagiere auszurauben.“ Die Korruption habe zugenommen, vermehrt auch unter Polizisten.

Studierende helfen im Unterricht

Doch zum Glück gebe es nicht nur Schatten, sondern auch viel Licht. So kämen regelmäßig Studentinnen aus der Universität Esmeralda und helfen im Unterricht. Doch auf weitere Projekte wie etwa dem Bau eines Gesundheitszentrum gleich neben der Schule möchte Frank Isfort momentan lieber verzichten. Man brauche schon 15 000 Dollar Startkapital, das finanzielle Risiko möge er nicht eingehen. „Im Moment ist das Ganze eine Nummer zu groß für uns.“

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