Insolvenz

Velbert: Küpper Metallverarbeitung vor dem endgültigen Aus

Die Firma Küpper Metallverarbeitung hat Anfang Februar zum dritten Mal Insolvenz angemeldet.

Die Firma Küpper Metallverarbeitung hat Anfang Februar zum dritten Mal Insolvenz angemeldet.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Die Küpper-Belegschaft wurde am Freitag informiert, dass schon bald die Kündigungen kommen dürften. IG Metall hat noch einen Funken Hoffnung.

Für die insolvente Firma Küpper Metallverarbeitung wird die Lage immer düsterer: Nachdem mit Mitsubishi Anfang der Woche der größte Kunde des Velberter Traditionsunternehmens abgesprungen ist, wurde am Freitag bei einer Betriebsversammlung die Belegschaft darüber informiert, dass vermutlich spätestens im April die rund 215 Beschäftigten die Kündigung erhalten dürften. „Die Situation läuft auf eine Betriebsschließung hinaus“, sagte Hakan Civelek, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Velbert.

Allerdings hat der Gewerkschafter die Hoffnung auf eine Rettung noch nicht aufgegeben. So sei am Freitag ebenfalls angekündigt worden, dass der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Jens Schmidt, nun „Geschäftsführerstatus hat“ und somit in dieser Funktion Rüdiger Wissen abgelöst habe. Und: „Die Kunden von Küpper sind vor allem abgesprungen, weil sie in den bisherigen Investor kein Vertrauen hatten“, so Civelek weiter. „Nun werden wir Kontakt zu den abgesprungenen Kunden aufnehmen und versuchen, sie zurückzugewinnen.“

Dritte Insolvenz im Februar

Im Februar hatte Küpper zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Jahren Insolvenz angemeldet. 2014 war der Betrieb an das indische Unternehmen Amtek verkauft worden. 2017 kam die erste Insolvenz, Küpper wurde von der thailändischen Holding PCS und der deutschen Unternehmerfamilie von Waldow übernommen. Zwei Jahre später folgte die zweite Insolvenz, die Gramax-Gruppe kaufte Küpper. Zu Beginn des Jahres übernahm dann eine Schweizer Beteiligungsgesellschaft die Velberter Firma – am 7. Februar mündete dies in die dritte Zahlungsunfähigkeit.

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