Sport und Freizeit

Velbert: Eine ungewöhnliche Badesaison mit großen Einbußen

Die Velberter Bäder waren oft ausgebucht, doch wegen Corona durften sie viele weniger Badegäste aufnehmen als in früheren Jahren.

Die Velberter Bäder waren oft ausgebucht, doch wegen Corona durften sie viele weniger Badegäste aufnehmen als in früheren Jahren.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die Velberter Bäder zählten in der abgelaufenen Badesaison nicht einmal halb so viele Gäste wie im Vorjahr. Besuche sind an Auflagen geknüpft.

Als Mitte März der Lockdown wegen der Covid-19-Pandemie beschlossen wurde, war auch den Stadtwerken Velbert als Betreiber der Bäder in der Stadt sofort klar, dass eine außergewöhnliche Badesaison auf alle Mitarbeiter der Schwimmbäder und die Badegäste zukommen würde. Mit sofortiger Wirkung wurden das Panoramabad in Neviges, das Parkbad in Velbert Mitte und das Nizzabad in Langenberg geschlossen. Nicht nur die Schwimmbereiche der Bäder waren betroffen, sondern auch alle Fitness- und Wellnessangebote, die normalerweise in den Schwimmbädern stattfinden, wurden sofort ausgesetzt.

Große Unsicherheit

Die lange Zeit der Ungewissheit begann. Niemand wusste, ob und unter welchen Auflagen in diesem Jahr überhaupt wieder Schwimmbäder öffnen dürften. Zweieinhalb Monate später war klar, dass die Badesaison fortgesetzt werden kann. Die Stadtwerke Velbert erarbeiteten ein ausgefeiltes Hygienekonzept für die Schwimmbäder, das den Ansprüchen der Corona-Schutzverordnung entsprach. Gleichzeitig richteten die Mitarbeiter das Panoramabad für einen möglichen Eröffnungstag her.

Panorambad öffnete als erstes wieder

Als die Gesundheitsbehörde des Kreises Mettmann grünes Licht gab, konnte am 29. Mai das Panoramabad um 11 Uhr als erstes Bad in Velbert wieder seine Türen für die Schwimmer öffnen. 950 Gäste durften sich pro Tag im kühlen Nass erfreuen. Die Tickets mussten online erworben werden. Gemäß der Vorgaben des Bundes und des Landes mussten Name, Adresse und die genauen Besuchszeiten angegeben werden, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Lediglich die Frühschwimmer hatten die Möglichkeit, Tickets an der Tageskasse zu erwerben.

Persönliche Daten werden registriert

Auch hier gab es das gleiche Prozedere wie bei der Online-Ticketbuchung. Die persönlichen Daten und die Schwimmzeiten wurden beim Betreten des Schwimmbads registriert. Das Konzept funktionierte und ab dem 11. Juni konnte auch das Parkbad wieder Badegäste begrüßen. 350 Gäste durften es pro Tag besuchen. In beiden Bädern konnten sich die Wasserbegeisterten sowohl in den Becken unter dem Hallendach als auch in den Außenbecken tummeln. Mit der Wiedereröffnung des Nizzabads am 29. Juni waren wieder alle Schwimmbäder in Betrieb. Bis zu 135 Velberter dürfen dort pro Tag ihre Bahnen ziehen.

Mit Rahmenbedingungen zufrieden

Die Besucher waren dankbar, wieder schwimmen zu können und nahmen die Einschränkungen gerne in Kauf, so der allgemeine Tenor der Betreiber. Die Kunden waren weitgehend mit den Angeboten und Rahmenbedingungen sehr zufrieden. An den heißen Tagen wurde das zur Verfügung stehende Kartenkontingent restlos ausgenutzt. An dieser Tatsache lässt sich erahnen, dass auch das Jahr 2020 an die erfolgreichen Vorjahre angeknüpft hätte.

Nur halb so viele Besucher

Trotzdem bleibt bedauerlicherweise festzuhalten, dass die Velberter Schwimmbäder genau wie die Einrichtungen in den Nachbarstädten Mettmann und Erkrath deutlich geringer ausgelastet waren als zu „normalen“ Zeiten. Vom 1. Januar bis zum 31. August dieses Jahres konnten die drei Bäder rund 150.000 Gäste begrüßen, während im letzten Jahr ca. 330.000 Besucher die Angebote des Parkbads, des Panoramabads und des Nizzabads nutzten. Somit hat die Pandemie allenthalben Betreibern und Nutzern der Bäder einen dicken Strich durch die vielzitierte Rechnung gemacht. Weitere Berichte aus Velbert lesen Sie hier.

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