Jubelhochzeit

Velbert: Doris und Rudolf Steinmetz feiern Diamanthochzeit

Doris und Rudolf Steinmetz feiern am heutigen 12. Februar ihre Diamanthochzeit: Sie sind seit 60 Jahren verheiratet.

Doris und Rudolf Steinmetz feiern am heutigen 12. Februar ihre Diamanthochzeit: Sie sind seit 60 Jahren verheiratet.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die beiden lernten sich am Arbeitsplatz kennen. Das Jubelpaar hat viele Hobbys und ist in mehreren Vereinen in der Schlossstadt aktiv.

Seit 60 Jahren sind Doris und Rudolf Steinmetz am heutigen 12. Februar verheiratet – und die beiden blicken am Tag ihrer Diamanthochzeit auf ein trubeliges gemeinsames Leben zurück. „Kennengelernt haben wir uns bei der Arbeit“, erzählen die beiden lächelnd. „Das war hier in Velbert, bei der Firma Helkenberg“. 17 Jahre war Doris damals alt, Rudolf gerade 18.

„Ich habe zu der Zeit meine Ausbildung zum Werkzeugmacher beendet, Doris war in der Nachbearbeitung tätig“, erinnert sich der heute 82-Jährige. „Wir haben uns wochenlang durch die Fabrikhalle beäugt, die Kollegen haben schon gefrotzelt.“ „Das hat wirklich jeder gemerkt“, schmunzelt Doris Steinmetz. „Danach haben wir uns zum Spazierengehen verabredet und sind in Langenberg unter dem Sender herumspaziert. Da hatten wir auch immer das Licht von oben“, erinnern sich beide gern zurück.

1962 wurden Zwillinge geboren

Weitere Treffen folgten, im Februar 1960 wurde dann zunächst standesamtlich geheiratet, die kirchliche Hochzeit folgte im Mai. Zu zweit bleiben die beiden nicht allzu lange, 1962 wurden Uwe und Axel, die Zwillingssöhne des Paares geboren. „Da war dann ganz schön Trubel im Haus“, erzählt Doris Steinmetz.

Apropos Haus: Das Haus, in dem Steinmetz’ wohnen, ist für Rudolf Steinmetz schon immer Zuhause gewesen, sein ganzes Leben hat er in diesen vier Wänden verbracht. „Wir kümmern uns beide gern um den Garten, dort steht im Sommer auch die Eisenbahn meines Mannes“, berichtet Doris Steinmetz. Die Eisenbahn ist aber nicht das einzige Hobby des Seniors, der außerdem Münzen sammelt, im Gesangverein „Chorgemeinschaft Velbert“ singt und bis vor sechs Jahren zum Training in den Boxclub ging.

Beide sind Sammler

Gerda Steinmetz ist ebenfalls Sammlerin, allerdings hat sie ihren Fokus auf Puppen und Bären gelegt. Gemeinsam ist den beiden der Freundeskreis aus dem Gesangverein, das „Quintett Quietsche“, bestehend aus fünf weiteren Ehepaaren, mit denen im Laufe der Jahre viele lustige Geburtstage, Karnevalsfeste und andere Gelegenheiten gefeiert wurden - alles gut dokumentiert in Fotoalben, in denen Steinmetz’ gerne blättern. „Wir haben immer abwechselnd in einem Jahr die Geburtstage der Frauen und im nächsten die der Männer gefeiert. Sonst wäre das einfach zuviel geworden“, schmunzeln die beiden.

Was die beiden aneinander über all die Jahre zu schätzen wissen? „Dass er so ausgeglichen ist“, fällt Gerda Steinmetz sofort ein. „Ich schätze ihre Urteilskraft“, weiß auch Rudolf Steinmetz eine Stärke seiner Frau hervorzuheben und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Außerdem kann sie sehr gut kochen!“

Sie wünschen sich vor allem Gesundheit

Immer eitel Sonnenschein herrscht übrigens auch in diesem Hause nicht, „wir haben auch schon mal Zoff, aber hallo!“, sagen die Jubilare, die im übrigen „gar nicht wissen, wo die Zeit geblieben ist“. Und empfehlen jüngeren Paaren, kompromissbereit zu sein und „auch in schwierigen Situationen vernünftig zu bleiben“.Größer gefeiert wird der ungewöhnliche Hochzeitstag erst zum kirchlichen Jubiläum im Mai, dann aber mit Freunden, Familie und dem Gesangverein.

Und für die Zukunft wünscht sich das Ehepaar eigentlich nur eins:„Gesundheit. Vor allen Dingen Gesundheit.“

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