Wirtschaft

Unterhaltsamer Abend für Velberter Wirtschaftsvertreter

Dezernent Jörg Ostermann stellte sich und seine bisherige Amtszeit kurz vor.

Dezernent Jörg Ostermann stellte sich und seine bisherige Amtszeit kurz vor.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Zum Wirtschaftsempfang der Stadt Velbert kamen nicht nur Dezernent Jörg Ostermann, sondern auch Kabarettist Frank Goosen.

Es war der erste seiner Art: der Wirtschaftsempfang der Stadt Velbert, zu dem die Wirtschaftsförderung ins Historische Bürgerhaus eingeladen hatte. 220 Gäste aus Handel, Gewerbe und Industrie folgten der Einladung. Jörg Ostermann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, begrüßte die Menschen, die unter anderem „für das erfreuliche Gewerbesteuerergebnis des letzten Jahres verantwortlich“ waren.

Dezernent lässt Amtszeit Revue passieren

Der 57-Jährige ließ seine bisherige Amtszeit, die vor bald einem Jahr begonnen hatte, Revue passieren. Stolz sei man auf die wirtschaftliche Entwicklung und auch in Sachen Einzelhandel habe sich Einiges in jüngster Vergangenheit getan: Vor drei Wochen eröffnete die neue Stadtgalerie und sei seitdem der neue Publikumsmagnet in Velbert-Mitte. Der gesamte Einzelhandel in der City profitiere von diesem Prestigeobjekt. Passantenzählungen in der Innenstadt ergaben, dass sich das Kundenaufkommen in der Fußgängerzone seit der Eröffnung um zehn Prozent erhöht habe. Ob sich dies auch bei den Umsätzen der Einzelhändler bemerkbar mache, werde die Zukunft zeigen.

Kurze Wege zwischen arbeit und Wohnung

Ostermann konnte sich noch sehr genau an seine ersten Eindrücke erinnern, die er sammelte, als er das erste Mal nach Velbert kam. Besonders angetan war er von Neviges mit dem Schloss Hardenberg und dem historischen Ortskern von Langenberg. Er habe intensiv damit geliebäugelt, sich in dessen Altstadt niederzulassen. Letztendlich entschied er sich für eine neue Bleibe in Velbert-Mitte. Ostermann schätze dort nicht nur den kurzen Fußweg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

Frank Goosen sorgt für gute Stimmung

Mit seiner kurzweiligen Einleitung bereitete Ostermann dem Bochumer Kabarettisten Frank Goosen die Bühne. Das Urgestein aus dem Ruhrgebiet gab rund eine Stunde einen Einblick in sein aktuelles Programm „Nicht schön, aber direkt“. Gut vorbereitet zeigte sich der 53-Jährige als er auf die Gemeindegebietsreform von 1975 einging. Das heutige Velbert war durch den Zusammenschluss von Velbert, Neviges und Langenberg entstanden, ebenso wie das heutige Bochum durch den Zusammenschluss mit Wattenscheid.

„Schön ist das nicht“

Diese „Zwangsehen“ hatten seinerzeit vor allen Dingen in den zuvor kleineren Städten wenig Freunde bereitet und führten zu solch kuriosen Tatsachen, dass Wattenscheider ihre Autos in Essen zuließen, nur damit sie nicht BO auf ihr Nummernschild bekamen. Frank Goosen stellte von Beginn an klar, dass das Besondere am Ruhrgebiet nicht die Landschaft sondern die Menschen seien. Wenn er seinen Blick aus dem Fenster über die Dächer von Bochum schweifen lasse, stelle er immer wieder fest: „Schön ist das nicht“.

„Große Weisheiten in kurzen Sätzen“

Aber die Menschen im Ruhrgebiet seien eine ganz besondere Spezies: „Sie verstehen es, große Weisheiten in kurzen Sätzen wiederzugeben.“ Der Kabarettist hatte auch Beispiele im Gepäck: „Omma, wie war’s denn nach dem Krieg?“ Worauf diese geantwortet habe: „Ja, wir hatten nix“. Goosen, der von sich behauptete, in seinem Leben noch nie richtig gearbeitet zu haben, gab einen humorvollen und sehr unterhaltsamen Einblick in die Lebensweise in der Region der letzten 50 Jahre und die Gäste erkannten bestimmt die eine oder andere Parallele zur eigenen Vergangenheit.

Publikum war zufrieden mit dem Abend

Auch das Publikum war von diesem Abend begeistert. Christian Becker, der täglich nach Velbert zur Arbeit pendelt, hatte viel Neues über Velbert erfahren. Er hatte Frank Goosen das erste Mal live gesehen: „Die Anfahrt aus Essen hat sich auf alle Fälle gelohnt.“ Auch Monique Möhlhause aus Wuppertal war von der Veranstaltung und vom Veranstaltungsort angetan. An diesem Abend habe alles gestimmt: „Die Veranstalter haben ein wunderschönes Gebäude ausgesucht, das Catering war gut und Frank Goosen war sehr gut.“ In das gleiche Horn stießen auch Anna und Lars Michalski aus Langenberg: Das Gesamtpaket sei sehr gut gewesen. Der Velberter Krischan Oberfeld hatte Frank Goosen zuvor schon zweimal gesehen: „Wie immer war er kurzweilig, lustig und sehr unterhaltsam.“

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