Marathon

Ultraläufer starten bereits zum vierten Mal

Foto: Uwe Möller

Velbert.  Die Rundstrecke des WHEW geht über 100 Kilometer. Dieses Mal wird andersrum gelaufen. Velbert ist erster Mess- und Wechselpunkt

Am 6. Mai geht es anders rum. Der Ultramarathon WHEW findet bereits zum vierten Mal statt. Die Rundstrecke über 100 Kilometer beginnt auch dieses Jahr wieder in Wuppertal, doch dann geht es direkt nach Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus.

Die beiden Organisatoren Guido Gallenkamp und Jens Mewes haben den Kurs auf Wunsch der Läufer umgedreht. „Vielen war der Bereich von Kettwig nach Heiligenhaus hoch doch zu knackig, runter ist es dann wesentlich geschmeidiger,“ sagt Jens Mewes. 143 Läufer haben sich bereits für den Einzellauf gemeldet, und damit sind es schon jetzt mehr im Vorjahr. Da sind 122 in der Einzeldisziplin an den Start gegangen. Somit laufen die Teilnehmer dieses Jahr schon früher durch Velbert und Heiligenhaus. Neu ist auch, dass der Lauf nun bei der Deutschen Ultra Vereinigung anerkannt ist und als Qualifikation für die deutschen Meisterschaften zählt.

Nationalmannschaft nimmt teil

Zum ersten Mal nimmt auch die deutsche 24 Stunden-Nationalmannschaft teil, „die nutzen das als Training.“ Der WHEW hat sich schnell in der Szene einen guten Namen gemacht. Die Starter kommen nicht nur aus Deutschland, sondern beispielsweise auch aus Luxemburg (Fernand Clees, der den WHEW zwei Mal gewann und vergangenes Jahr 2. wurde), Bulgarien und erstmals ist auch ein Läufer aus Japan dabei, der für dieses Ereignis extra angeflogen kommt.

„Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und hat eine tolle Infrastruktur“, wirbt Mewes für den Lauf. „Und die Verpflegung kommt bei den Läufern sehr gut an“, das ist wichtig. „Denn sie sind zehn bis elf Stunden unterwegs und wollen nicht nur Pappe essen, sondern was Vernünftiges haben.“

Besonders beliebt und gelobt wurden in den vergangenen Jahren die Rosmarinkartoffeln von Claudia Schmidtmann, die mit den Mitgliedern ihres Lauftreffs jedes Jahr am Velberter Brauhaus die Sportler versorgt. „Im vergangenen Jahr hatten die Läufer dann eine anstrengende Etappe hinter sich, da waren die nahrhaften und gut verdaulichen Kartoffeln perfekt- ob der Hunger dieses Mal am Anfang so groß darauf ist, weiß ich nicht. Wir machen sie aber trotzdem.“

Zudem gibt es neben dem klassischen Obst dann auch Marmorkuchen. „Morgens ist vielleicht eher Hunger nach was Süßem da.“ Ansonsten bleibt beim Lauf bis auf einige Kleinigkeiten alles beim Alten.

„Wir haben uns mittlerweile sehr gut eingespielt“, so Mewes. „Wir werden einen besseren Shuttle-Service anbieten und einen Beuteltransport, damit die Sportler ihre Kleidung abgegeben können.“

Beim Ultramarathon dürfen übrigens nicht nur Läufer teilnehmen, die die komplette Distanz laufen. Es gibt Strecken über fünf und zehn Kilometer, Run ‘n Bike, und auch die Möglichkeit als Staffel teilzunehmen.

„Drei eigene Teams sind von uns als Staffel mit dabei, da ist es natürlich besonders spannend“, freut sich Claudia Schmidtmann.

„Mal sehen, wie gut die sich schlagen.“ Während aber für die Profis die Zeit wichtig ist, zählt für viele auch einfach nur, die Strecke zu schaffen. Wer nach den gelaufenen 100 Kilometern noch Puste hat, darf mit allen Helfern das erreichte Ziel bei der Party im Anschluss feiern.

>>ANMELDUNGEN SIND NOCH MÖGLICH

Alle Infos zur Strecke, den Startbedingungen und einzelnen Kategorien gibt es auf www.whew.de. Anmeldungen sind bis zum 30. April möglich.

In Velbert sind die Läufer zwischen 8.45 Uhr und 11 Uhr zu erwarten. Hier ist ebenfalls der Wechselpunkt für die Viererstaffeln sowie die erste Zeitnahme. Den Strom stellt das Brauhaus.

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