Karneval

Tipps für die sichere Kostüm- und Schminkewahl zu Karneval

Die Verbraucherzentrale rät dazu, Kostüme selber zu basteln. Wer das nicht schafft (oder will), sollte auf verwendete Materialien achten.

Foto: Ulrich Bangert

Die Verbraucherzentrale rät dazu, Kostüme selber zu basteln. Wer das nicht schafft (oder will), sollte auf verwendete Materialien achten. Foto: Ulrich Bangert

Velbert-Mitte.   Die Verbraucherzentrale rät dazu, sowohl bei der Wahl des Kostüms als auch bei Karnevals-Kosmetik auf die Zusammensetzung der Produkte zu achten.

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Ob als Cowboy oder Clown, als Donald Trump oder Eiskönigin: Sich so in den Karneval zu stürzen finden viele Närrinnen und Narren toll. Doch nur wer selbst kreativ wird, kann sicher sein, dass das Kostüm nicht von schlecht bezahlten Arbeiterinnen in Fernost genäht wurde – und dass keine Schadstoffe enthalten sind. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin, ebenso darauf, dass auch chemische Substanzen in Schminke die Haut empfindlich reizen können.

Geruchstest vor dem Kauf

So sollten Närrinnen und Narren bei der Kostüm- oder Utensilienwahl zunächst einen Geruchstest machen, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen: So befänden sich etwa in Plastik-Schwertern, Kunststoff-Flügeln oder Klebe-Tattoos häufig Lösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe, so die Verbraucherzentrale. Einige ließen sich auch erschnüffeln: Sollten das Kostüm oder das Beiwerk stark nach Kunststoff oder Chemie riechen, sollten Jecken ihre Haut besser verschonen.

Haut vor Schadstoffen schützen

Auch beim Preis sollte man durchaus kritisch hinsehen – und riechen. So sagt Andreas Adelberger von der Verbraucherzentrale Velbert: „Es wären zumindest Zweifel beziehungsweise Hinweise auf ein Risiko angebracht, wenn sehr niedrige Preise für das Kostüm verlangt werden.“ Solle es dennoch ein gekauftes Karnevalskostüm sein, könnten dann Leggings oder T-Shirts darunter gezogen werden: Sie würden nicht nur warm halten, sondern auch die Haut vor Schadstoffen in der Verkleidung schützen. Oder aber Selbstgemachtes verwenden, wie Adelberger weiter schildert: „Warum nicht einmal aus der Not eine Tugend machen und – womöglich gemeinsam mit Freunden – unter viel Fez und Hallo selbst etwas aus bestehenden oder älteren Materialien wie Baumwolle machen?“

Zertifizierte Schminke ist besser für die Gesundheit

Weitere Tipps: Wer Karnevalsschminke mit Mineralölen wie Paraffin oder Petrolatum auf die Lippen aufträgt, verschluckt oftmals schädliche Substanzen, die sich im Körper anreichern können oder gar unter Krebsverdacht stehen. Karnevalsschminke als zertifizierte Naturkosmetik sei dagegen frei von Mineralölen, Silikonen, Polyethylenglykolen (PEG) und vielen anderen synthetischen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können. Zu erkennen sei Naturkosmetik etwa am BDIH- oder dem NATRUE-Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt, so die Verbraucherzentrale weiter. Mittlerweile würden die bunten Farben auf natürlicher Basis nicht nur in Bioläden, sondern auch in einigen Drogeriemärkten angeboten.

Abschminken mit Wasser und Seife

Für Allergiker ist die Lektüre der Ingredienzien in der Schminke besonders wichtig. Die Inhaltsstoffe sind meist auf der Verpackung einzeln aufgelistet. Bei kleinen Tiegeln, Tuben und Stiften müssen die Händler die Information über die enthaltenen Inhaltsstoffe am Verkaufsregal bereitstellen. Wer diese Information nicht findet, sollte im Geschäft nachfragen.

Beim Kauf sollten Jecken auch Schminktöpfe mit Aquafarben – am besten aus dem Naturkosmetikregal – nehmen. Die Naturprodukte würden in vielen Farbtönen einzeln oder komplett als Malkasten angeboten und seien wie Wassermalfarben mit Pinsel oder Schwamm aufzutragen. Anders als Farben auf Paraffinbasis dichteten Wasserfarben die Poren nicht ab und böten daher Pickeln und Mitessern weniger Wachstumschancen. Das Abschminken gehe ganz einfach mit Wasser und Seife.

>>> INFO: EFFEKT-LINSEN NUR NACH BERATUNG NUTZEN

  • Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaß-Kontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Wie bei optischen Sehhilfen ist aber auch bei den Spaß-Linsen eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen zu vermeiden, teilte die Verbraucherzentrale mit.

  • Denn Farben und Muster machten die Linsen luftdicht. Die Hornhaut des Auges quelle durch den Sauerstoffmangel bei längerem Tragen auf. Dadurch könne die Sehfähigkeit Schaden nehmen. Wer also bunte Kontakt-Linsen verwende, sollte sie also nur kurzzeitig tragen. Speziell geformte Pupillen, wie etwa schmale Katzenaugen, könnten zudem das Sichtfeld einschränken.

  • Damit der Gebrauch der Fun-Artikel nicht ins Auge geht, sollten Optiker oder Augenärzte vor dem Kauf um medizinischen Rat gefragt werden.

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