Straßenverkehr

Technische Betriebe planen Verkehr der Zukunft

Michael Rotert (l) und Sven Lindemann von den Technischen Betrieben Velbert vor dem interaktiven Stadtplan zum Verkehrsentwicklungsplan.

Foto: Alexandra Roth

Michael Rotert (l) und Sven Lindemann von den Technischen Betrieben Velbert vor dem interaktiven Stadtplan zum Verkehrsentwicklungsplan. Foto: Alexandra Roth

Velbert-Mitte.   Bis Ende November können sich die Velberter zu Wort melden und ihre Meinung kundtun – im Internet und bei einer Präsentation Mittwochabend.

Ein Blick auf die Karte zeigt: Es gibt viel rot und wenig grün. Anders gesagt: Die meisten Kommentatoren, die sich seit September auf der interaktiven Karte zur Verkehrsentwicklung zu Wort gemeldet haben, haben etwas zu bemängeln. Die Karte – www.vep-velbert.de – ist Teil der Bürgerbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für Velbert-Mitte und noch bis Ende November freigeschaltet. Ziel ist es, die Verkehrsplanung auf die Mobilität der Zukunft – konkret auf das Jahr 2030 – auszurichten.

Bürger sollen sich beteiligen

Erste Ergebnisse werden heute Abend ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV) am Lindenkamp vorgestellt. Auch können und sollen hier die Velberter noch weitere Anmerkungen machen, sich mit dem Verkehr der Zukunft befassen. Unterteilt ist der Plan in drei Bereiche: motorisierter Individualverkehr (MIV), öffentlicher Verkehr (ÖV) und ruhender Verkehr.

Drei Kritikpunkte sind schnell zusammengefasst, erläutert Michael Rotert, zuständig für die Planung sämtlicher Verkehrsanlagen bei den TBV: „Es gibt große Unzufriedenheit, was die Verkehrsführung am zentralen Busbahnhof anbelangt; es gibt Klagen über fehlende Verbindungen in die umliegenden Großstädte, insbesondere nach Düsseldorf und das Thema Parkplätze in der Innenstadt ist ein großes.“

Parkplätze sind heiß diskutiertes Thema

Wobei sich hier die Geister scheiden, was auch auf der Karte im Internet deutlich wird: Einerseits klagen zahlreiche Kommentatoren über „hohen Parkdruck – also zu wenig Parkplätze“, sagt Michael Rotert. Gleichzeitig gibt es aber auch „viel Lob für die ausreichend kostenlosen Parkplätze in Innenstadtnähe.“ Gemeint sei damit unter anderem die Möglichkeit, die so genannte Brötchentaste zu wählen – also 30 Minuten kostenlos parken. „Das gibt es nicht überall, das ist schon eine Besonderheit“, sagt Rotert. Bochum Essen oder Solingen etwa bieten diesen Service nicht, „Mettmann hat die Zeit gerade auf 15 Minuten reduziert“, erläutert Stadtsprecher Hans-Joachim Blißenbach.

Ost-Tangente ist wieder im Gespräch

Doch welche Ideen entwickeln die Technischen Betriebe aus den bisherigen Ergebnissen? „Das Thema Ost-Tangente ist ja schon länger auf dem Tisch“, sagt TBV-Vorstand Sven Lindemann. Gemeint ist damit eine Verlängerung der Metallstraße bis zur Schmalenhofer Straße. „Doch das ist auch eine unglaublich teure Maßnahme“, sagt Lindemann. „Dennoch erhoffen wir uns davon einen großen Nutzen.“ Bis Weihnachten soll es nun eine erste Aussage zur Osttangente geben, „denn Fördermittel können wir nu mit fundierten Daten beantragen.“

Plan soll in etwa einem Jahr stehen

Nach der heutigen Versammlung folgen zu dem noch Workshops, in denen es dann um den öffentlichen und den ruhenden Verkehr gehen soll, in denen auch die Optimierung des Wirtschaftsverkehrs Thema sein soll. Fertig sein soll der Verkehrsentwicklungsplan dann in gut einem Jahr, im Herbst/Winter 2018. Nicht mit einbezogen sind der Radverkehr und Fußgänger. „Die Daten dazu werden derzeit für ganz Velbert erfasst“, erläutert Lindemann. Und würden dementsprechend zu einem späteren Zeitpunkt in die Planung mit einfließen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik