Landgericht

Taxifahrt kommt Velberter teuer zu stehen

Eine Taxifahrt von Langenberg nach Velbert hätte den Verurteilten gerade mal 15 Euro gekostet. Nun zahlt er über 1000 Euro dafür.

Eine Taxifahrt von Langenberg nach Velbert hätte den Verurteilten gerade mal 15 Euro gekostet. Nun zahlt er über 1000 Euro dafür.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Weil er sich weigerte, eine Taxifahrt von Langenberg nach Velbert zu bezahlen, muss ein 55-jähriger Velberter jetzt tief in die Tasche greifen.

Die Taxifahrt von Langenberg nach Velbert-Mitte kommt einem Velberter ziemlich teuer zu stehen: 1050 Euro soll er nun zahlen, für einige wenige Kilometer, für die das Taxameter normalerweise gerade mal 15,30 berechnet. Dass der Taxifahrer nun so tief in die Tasse greifen muss, dafür ist er selbst verantwortlich. Schließlich hatte er sich im Juni 2019 am Ende besagter Taxifahrt geweigert, diese zu bezahlen, es kam zum Streit mit dem Fahrer, dieser rief die Polizei. Statt aber nun endlich zu zahlen, zeigte sich der Angeklagte lieber in kämpferischer Pose. Es folgte eine Strafanzeige und die Festlegung der Geldstrafe, 1050 Euro.

Aussichtslose Berufung

Dagegen aber hatte der zahlungsunwillige Mann Berufung eingelegt, musste sich aber bei seiner Verhandlung am Donnerstag, 29. Oktober, vor dem Landgericht Wuppertal schnell eingestehen: Den Schritt hätte er sich sparen können, schließlich gibt bereits sechs neue Vorwürfe gegen ihn, inklusive Missbrauch von Notrufeinrichtungen. Die entsprechenden Prozesse aber hat die Staatsanwaltschaft eingestellt: Sie fielen neben der Strafe wegen Taxibetrugs nicht mehr ins Gewicht. Entfiele allerdings diese Verurteilung, müsste der Angeklagte sich doch wieder wegen der übrigen Anklagen verantworten. Fazit des Richters: „Wenn man das alles zusammen nimmt, könnte auch eine Bewährungsstrafe herauskommen. Sie haben Glück gehabt. So ist das im Strafrecht. Mal geht es so aus, mal anders.“ Dem folgte der Angeklagte, nachdem er sich noch einmal mit seinem Anwalt beraten hatte. Die Geldstrafe, die übrigens sein Einkommen von zwei Monaten ausmacht, erscheint im Führungszeugnis, weil bereits andere Vorstrafen verzeichnet sind.

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