Kultur

Tanztheater „Die Zauberpuppe“ begeistert Kinder in Neviges

Mit viel Temperament eroberte das Moneka-Theater die Herzen der kleinen Zuschauer.

Mit viel Temperament eroberte das Moneka-Theater die Herzen der kleinen Zuschauer.

Foto: Carsten Klein

Velbert.   Mit dem Stück „Die Zauperpuppe“ traf das Moneka Theater den Nerv der kleinen Zuschauer in der Vorburg. Applaus gab es für viele Überraschungen.

„Die Zauberpuppe“ -- das klingt doch schon einmal nach Zauberei und Magie. Und gewissermaßen ist das Stück des Moneka Theaters, das die kleinen und großen Besucher in der Vorburg Schloss Hardenberg begeisterte, auch ein bisschen magisch, denn bei dieser Aufführung handelt es sich keinesfalls um ein gewöhnliches Theaterstück. Dieses besondere Werk setzt sich vielmehr aus vielen verschiedenen Aspekten zusammen, die wunderbar miteinander harmonieren. Mit Musik und Tanz und einer überraschenden Wendung am Ende ist dieses Stück nicht nur ein Abenteuer für die kleinen Zuschauer, sondern erinnert auch Eltern und Großeltern an Fantasien und Träume längst vergangener Kindertage.

Doch zu Beginn des Stücks kann noch kaum jemand ahnen, wohin diese einstündige Reise führen wird, denn zunächst steht da nur eine große alte Müllkiste, die bis zum Rand mit ausrangierten Kleidungsstücken gefüllt ist. Dass darunter auch eine Puppe verborgen ist, vermuten die Zuschauer schon bald, als sie einen Fuß aus der Kiste herausragen sehen. Doch natürlich braucht die Hauptfigur, ein kleines Mädchen, das nie ohne seinen Roller unterwegs ist, eine ganze Weile, um die lebensgroße Puppe aus der Kiste herauszuziehen.

Begleitet wird das Tanztheater von einer Gruppe Musiker, die ab und zu auch in die Rolle von Müllmännern oder Superman schlüpfen. Zu den Instrumenten gehören neben Schlagzeug und Gitarren auch ein Regenmacher und viele kleinere Utensilien, die die seltsamsten Klänge erzeugen.„Ist das wirklich eine Puppe?“, fragen immer wieder Kinder, denn Tänzerin Bianca Pulungan schafft es minutenlang, nicht die geringste Miene zu verziehen, während ihre Körperteile herumgebogen werden und sie sogar einen etwas steifen Tanz tanzen muss. Doch spätestens als die Puppe zum Leben erwacht wird klar, dass ein Mensch dahinter steckt – doch das tut dem Zauber keinen Abbruch.

Die Idee zu diesem besonderen Tanztheaterstück stammt vom Gründungsmitglied und Schauspielerin Cinthia Nisiyama selbst. Auch die Musik und Choreografien hat sich die Gruppe selbst ausgedacht, denn das Moneka Theater besteht aus den verschiedensten freiberuflichen Künstlern.

Das Stück lebt weniger vom gesprochenen Wort, sondern vor allem von den Emotionen, die durch Musik und Tanz aber auch durch die Gestik und Mimik der Schauspieler vermittelt werden. Kaum ist der letzte Applaus verklungen, stürmen schon die ersten Kinder los. Die wollen natürlich nicht nach Hause, sondern endlich einmal einen Blick in die wundersame Kiste werfen. „Wir wollen den Kindern mit diesem Stück zeigen, dass es schön ist zu träumen“, erklärt Nisiyama. Denn am Ende der Aufführung stellt sich heraus, dass alles nur in der Fantasie des Mädchens stattfand und die Puppe nie wirklich lebendig war.

>>EINE GRUPPE INTERNATIONALER KÜNSTLER

  • Das Moneka Theater ist eine Theatergruppe, die von Cinthia Nisiyama und Miguel Martin gegründet wurde. Die Gruppe setzt sich aus wechselnden, meist internationalen Künstlern zusammen.Das Team vom Moneka Theater hat bereits drei eigene Stücke geschrieben, die sich stets an ein junges Publikum richten. Bei der „Zauberpuppe“ handelt es sich um ihr Debütstück aus dem Jahre 2015.
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