Eröffnung

"Stüttgens Hotel" in Velbert nach 18 Jahren wieder eröffnet

Sabine und Frank Stüttgen nennen das Treppenhaus liebevoll „Schätzchen“. Foto:

Sabine und Frank Stüttgen nennen das Treppenhaus liebevoll „Schätzchen“. Foto:

Foto: Carsten Klein

Velbert.   Ein Jahr lang haben Sabine und Frank W. Stüttgen das fast 200 Jahre alte Hotel umgebaut und renoviert. Jetzt können wieder Gäste einchecken.

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Ein runder Stammtisch im Frühstücksraum, erinnert an die Familientradition von Stüttgens Hotel. Hier saß der erste Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahr 1892, der sich später mit einem Brief für den Aufenthalt im Gasthaus bedankt hat. Der Brief hängt heute über dem alten Tisch. Nach 17 Jahren haben Frank W. und Sabine Stüttgen mit einem Umbau dem Hotel wieder Leben eingehaucht.

Ein Jahr lang wurde das Haus der renoviert und umgebaut. In der Zeit hat sich einiges geändert. „Der Empfang war früher schmaler. Die Küche wurde zurückgebaut“, erzählt Frank W. Stüttgen bei einem Rundgang durch das Hotel. Auch das Treppenhaus, das das Ehepaar Stüttgen liebevoll „das Schätzchen“ nennt, musste mit zusätzlichen Gitterstäben an die Moderne angepasst werden. Auch ein Fahrstuhl musste her. Der Bau war allerdings nicht einfach, weil die Arbeiter auf Gestein in der Erde gestoßen sind.

Alte Stücke treffen auf Modernes

Mit Liebe zum Detail kombinierten die Inhaber einen modernen Einrichtungsstil mit alten Stücken. „Ich habe eine Affinität für Kleinigkeiten“, so Frank Stüttgen. „Im Frühstücksraum gibt es noch das alte Geschirr von damals. Diese Details wissen die Gäste zu schätzen. Das Motto ist eben Individualität“, sagt Sabine Stüttgen. Chipkarten zum Öffnen der Zimmer gibt es hier nicht. Die Schlüssel und die passenden Beschläge kommen aus Velbert und erhalten ein selbstdesignte Gravur. Im Eingangsbereich hängt eine Tafel mit geschichtlichen Informationen und Ausstellungsstücken des Schloss- und Beschlägemuseums.

Ruhestand war für das Ehepaar keine Option

Der Plan, das Hotel zu übernehmen und neu zu eröffnen, kam einige Zeit nach dem Tod des Vaters von Frank Stüttgen, der das Hotel als Alterswohnsitz genutzt hatte. „Wir haben überlegt, was wir damit machen. Wir fühlen uns noch nicht danach, uns zur Ruhe zu setzen und das Hotel war nie aus unserem Kopf raus“ so Sabine Stüttgen.

Erste Gäste am Tag der Bauabnahme

Die Umbauarbeiten sind in der letzten Minute fertig geworden: „Die Bauabnahme war am Freitag um 14 Uhr und um 16 Uhr kamen schon die ersten Gäste“, erzählt Frank Stüttgen, „In den Online-Portalen steht das Hotel erst seit dem Montag danach.“ Sabine Stüttgen ergänzt, dass sie mit so einem Ansturm nicht gerechnet hätten.

Veranstaltungsraum für bis zu 70 Personen

Für ihre Gäste wollen sie am Abend eine kleine Karte mit saisonalen und regionalen Gerichten anbieten. Ein paar Geräte müssen in der Küche noch angeschlossen werden. Kleine Gerichte seien aber laut Stüttgen kein Problem. Neben dem Hotel gibt es einen Veranstaltungsraum für bis zu 70 Personen. „Bis zu einer gewissen Größenordnung koche ich selber oder wir arbeiten auf Wunsch mit einer Agentur zusammen“, so Frank W. Stüttgen, der gelernter Koch und vorher Leiter der Gastronomie einer Frankfurter Bank war. Er freut sich nun über kurze Abstimmungswege. „Man hat vorher nur in Prozessen gedacht. Ich wollte wieder ins operative. Deshalb wollte ich das Haus wieder aktivieren“, sagt Frank W. Stüttgen.

Eine Eröffnungsfeier ist noch in Planung und soll schnellmöglichst stattfinden. „Wir sind noch in der Terminfindung aber am liebsten noch im November oder Dezember“, so Sabine Stüttgen.

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