Nahverkehr

Streik bei Verdi und der Rheinbahn auch im Kreis Mettmann

An den Haltestellen hängen Hinweisschilder zum Streik am 19. Oktober.

An den Haltestellen hängen Hinweisschilder zum Streik am 19. Oktober.

Foto: Katrin Schmidt

Velbert / Heiligenhaus.  Pendler aufgepasst: Am Montag wird die Rheinbahn bestreikt. Betroffen sind alle Bus- und Bahnlinien im Kreis Mettmann. Streiks auch am Dienstag.

Die Gewerkschaften haben für Montag, 19. Oktober, erneut Warnstreiks bei der Rheinbahn angekündigt. Alle U-Bahn-, Straßenbahn- und alle Buslinien der Rheinbahn können dann ganztägig nicht fahren, die Rheinbahn kann keinen Verkehr anbieten. Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn, also die Stadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen.

Auch die Kundencenter bleiben geschlossen, die Mobilitätsgarantie und die Anschlussgarantie entfallen, so die Rheinbahn. „Wir bedauern die erneuten Ausfälle und die Auswirkungen für unsere Fahrgäste sehr. Der vierte Warnstreik in kurzer Abfolge, obwohl die Verhandlungen laufen – dafür haben wir absolut kein Verständnis in der aktuellen Situation“, so Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn.

Es wird keinen Sonderfahrplan geben

Aufgrund der Corona-Pandemie richtet die Rheinbahn keinen Sonderfahrplan für einzelne Linien ein. Die Rheinbahn empfiehlt, sich frühzeitig über Alternativen zu U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen zu informieren und – soweit möglich – auf die S-Bahnen und Regionalzüge der Eisenbahnunternehmen umzusteigen.

Am Dienstag, 20. Oktober, ruft die Gewerkschaft ver.di weitere Bereiche des öffentlichen Dienstes im Kreis Mettmann zum Streik auf. Insbesondere sind am Dienstag die Stadtverwaltungen inklusive städtischer Kitas und der Gesundheitsbereich betroffen, unter anderem in Mettmann und Ratingen, der Kreisverwaltung Mettmann, des Jobcenters sowie der LVR-Klinik Langenfeld. Auch die Rheinbahn streikt am Dienstag.

Das sind die Forderungen der Gewerkschaft

Die Streiks werden auf der Grundlage eines strengen Corona-Hygienekonzeptes organisiert, so dass es keine zentrale Streikversammlung geben wird. Die Streikenden treffen sich vor Ort. Die Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst haben am Freitag schriftlich ein erstes Angebot zu Gehaltserhöhungen vorgelegt, so Verdi. „Die angebotenen Lohnsteigerungen sind geradezu respektlos und die Laufzeit ist mit 36 Monaten eindeutig zu lang“, kritisiert Uwe Foullong, stellv. Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, „das ist sehr enttäuschend und ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung. Von einem Durchbruch sind wir weit entfernt“, kritisiert der Gewerkschafter.

Deshalb seien weitere Streiks im Vorfeld der dritten Tarifverhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober in Potsdam erforderlich. Verdi fordere insbesondere eine Einkommenserhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikumsentgelte um 100 Euro. Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus Velbert.

Aktuelle Informationen gibt es unter www.rheinbahn.de/streik und facebook.com/rheinbahn. Informationen bekommen die Kunden außerdem rund um die Uhr unter 01806. 50 40 30 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, 60 Cent pro Anruf aus den Mobilfunknetzen).

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