Bildung

Scouts finden und fördern Talente

Prof. Dr. Jürgen Bock von der Hochschule Bochum (v. l.) und BKN-Schulleiter Frank Flanze (v. r.) unterschrieben die Verträge im Beisein der Talente Parthena Papadopoulou, Maurice Gutt und Furkan Uyar.

Foto: Uwe Möller

Prof. Dr. Jürgen Bock von der Hochschule Bochum (v. l.) und BKN-Schulleiter Frank Flanze (v. r.) unterschrieben die Verträge im Beisein der Talente Parthena Papadopoulou, Maurice Gutt und Furkan Uyar. Foto: Uwe Möller

Kolleg und Hochschule Bochum unterschreiben Kooperationsvertrag. Mehr Schüler sollen den Weg an die Unis finden und ihr Potential ausschöpfen.

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Ein Studium gehört in manchen Kreisen heutzutage zur Normalität. Meist aber studieren genau die jungen Menschen, deren Eltern ebenfalls schon studiert haben. Verschenktes akademisches Potential und zerstörte Träume vom Uni-Abschluss finden sich dagegen oft in Familien, in denen niemand jemals studiert hat. Um Schüler aus solchen Familien an die Hochschulen des Landes zu bringen, verfügt das Berufskolleg Niederberg (BKN) jetzt über einen bis 2020 datierten Kooperationsvertrag mit der Hochschule Bochum.

Landesregierung unterstützt Projekt

In kleinem Kreise unterzeichneten Frank Flanze, Schulleiter des BKN, und Prof. Dr. Jürgen Bock, Präsident der Bochumer Hochschule, das Dokument. Es sorgt dafür, dass in Zukunft immer mehr vielversprechende Schüler mithilfe des von der Landesregierung subventionierten „Talentscouting“-Projekts ihren Weg an die Hochschulen Nordrhein-Westfalens finden.

Vielversprechende Beispiele

Eine, die diesen Weg bereits erfolgreich beschreitet, ist Parthena Papadopoulou. Die junge Frau mit dem herzlichen Lachen studiert im ersten Semester „International Management“ an der Fachhochschule Düsseldorf. Im Sommer dieses Jahres hatte sie die Höhere Handelsschule mit dem Fachabitur verlassen und sich danach mit Unterstützung der Talentscoutin Judith Quester für ein Stipendium bei der Studienstiftung des deutschen Volkes beworben. Nun steht sie nur noch ein Auswahlwochenende vor der Aufnahme in den illustren Kreis der Stipendiaten, zu dem neben Journalist Claus Kleber auch etwa Schriftsteller Sten Nadolny gehört. „Vermutlich hätte ich auch ohne das Talentscouting studiert“, sagt Papadopoulou, „aber ohne die Hilfe wäre ich mir niemals so sicher dabei gewesen, wie ich es nun bin.“

Scouting läuft bereits erfolgreich

Hochschul-Präsident Jürgen Bock freut sich, dass die Wahl des Berufskollegs auf „seine“ Hochschule gefallen sei. Mit dem Vertrag zum verstärkten Talentscouting sei unterschrieben worden, was bereits erfolgreich laufe. Und tatsächlich sind seit den Talentscouting-Debütanten um Papadopoulou bereits zwei Jahrgänge nachgerückt, die vielversprechende Talente hervorgebracht haben. So etwa Maurice Gutt und Furkan Uyar, die beide ein Studium der Informatik anstreben, gerne auch dual.

Es muss optimal passen

Wichtig, darauf legt Talenscout Judith Quester von der Hochschule Bochum viel Wert, sei ihr die Ergebnis-Offenheit wie im Falle von Parthena Papadopoulou. „Natürlich gab es bei uns in Bochum auch BWL-Angebote“, sagt Quester, „aber Düsseldorf hat dann doch einfach besser zu Parthena gepasst. Wir schauen immer: Was passt am besten?“

Aus Traum wird Realität

BKN-Schulleiter Flanze ist sich sicher, dass es dem Berufskolleg mithilfe des Kooperationsvertrages noch besser gelingen werde, Schüler aus Familien mit nicht-akademischem Hintergrund an die Uni zu bringen; damit die Erfolgsgeschichten von Papadopoulou, Gutt und Uyar keine Einzelfälle bleiben und ein Studium bald in jeder Familie vom Traum zur Realität werden kann.

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