Schule

Schulweg soll sicherer werden

Das Elternbegehren war mit der Leitung der Grundschule Nordstadt abgestimmt.

Das Elternbegehren war mit der Leitung der Grundschule Nordstadt abgestimmt.

Foto: Uwe Möller

  E-Wagen startet für Kinder aus dem Langenhorst eher und bringt sie morgens zur gewohnten Haltestelle. Elternpflegschaft hat sich eingesetzt.

Die Schulpflegschaft der Grundschule Nordstadt hat ganz offenbar beharrlich dicke Bretter gebohrt, hat jetzt mit ihrem Elternbegehren im Haupt- und Finanzausschuss Gehör gefunden und hat dort tatsächlich einen einstimmigen Beschluss bekommen, mit dessen Umsetzung die ÖPNV-Anbindung der Schule verbessert werden soll.

Veränderungen kamen mit dem ZOB

Zur Vorgeschichte: Bevor der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) im September 2015 in Betrieb gegangen ist, gab’s eine direkte Verbindung vom Langenhorst zu der Grundschule. Die Mädchen und Jungen konnten mit der Ortsbuslinie (OV) 4 – ohne Umsteigen und auf direktem Weg – bis zur Haltestelle Moltkeplatz fahren und von dort über den mit einer Ampel bestückten Fußgängerüberweg an der Bismarckstraße sicher zu ihrer Grundschule tippeln. Doch seit dem ZOB-Start steuert die OV 4 diese Haltstelle nicht mehr an.

20 Minuten unterwegs und 12 vertrödeln

Die Kinder müssten umsteigen und dabei ungeschützt vor Wind und Wetter zwölf Minuten vertrödeln, wären 20 Minuten unterwegs. So die eine Option. Oder sie müssten an einer anderen Haltestelle aus dem Bus und einen nicht unerheblichen Umweg laufen, wollten sie die Langenhorster Straße „geschützt“ von einer Fußgängerampel überqueren. „Es bleibt hiernach der traurige Eindruck“, bilanziert der Pflegschaftsvorsitzende Ulrich Weise bitter an einer Stelle des Antrags, „dass man bei der Erstellung des Fahrplans der OV 4 ausgerechnet die jüngsten Schulkinder schlichtweg vergessen hat.“

Polizei ist gleicher Meinung

Zwecks Klärung und Abhilfe hat die Elternschaft mit der Verkehrsgesellschaft der Stadt Velbert (VGV) gesprochen, einen Ortstermin mit der Straßenverkehrsbehörde arrangiert und die Meinung eines Verkehrspolizisten eingeholt. Der habe erklärt, dass die direkte Anbindung der GGS Nordstadt an die OV 4 über die Haltestelle Moltkeplatz die „einzig vernünftige Lösung zum Schutze der Kinder“ sei.

Bloß 130 Euro teurer im Jahr

Künftig soll nun morgens der Einsatzwagen schon um 7.20 Uhr an der Haltestelle Hasenpfad abfahren und sein Linienweg so verändert werden, dass die Haltestelle Moltkeplatz angefahren wird. Das kostet laut Verwaltung gerade mal 130 Euro mehr im Jahr und ist geradezu läppisch gegenüber den jährlich 150 000 Euro, die eine grundsätzliche Änderung der Linienführung verschlingen würde. Außerdem gibt’s eine neue Querungshilfe auf der Langenhorster Straße.

Beginn sobald wie möglich

„Annehmbar“ fand das im Ausschuss beispielsweise die CDU, die SPD hielt es für „eine gute, praktikable Lösung“, und „Velbert anders“ bedauerte allenfalls: „Schade, dass das erst jetzt gemacht wird“. Dem Vernehmen nach sorgten die ZOB-Konsequenzen auch unter den Anwohnern im Ortsteil und im Bürgerverein für Unmut und wurden heftig diskutiert. Der Starttermin ist noch offen. Auf eine Nachfrage im Ausschuss hieß es „Sobald wie möglich“.

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