Schädlinge

Grundschule in Velbert bleibt wegen Eichenprozessionsspinnern geschlossen

Sieht nicht bedrohlich aus: Die Härchen des Eichenprozessionsspinners sind giftig. Nach der Verpuppung werden die Raupen harmlose Nachtfalter.

Foto: imago/imagebroker

Sieht nicht bedrohlich aus: Die Härchen des Eichenprozessionsspinners sind giftig. Nach der Verpuppung werden die Raupen harmlose Nachtfalter. Foto: imago/imagebroker

Velbert.   17 Bäume sind an einer Grundschule in Velbert vom Eichenprozessionsspinner befallen. Etwa 400 Schüler bekommen deshalb für einen Tag frei.

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Die Grundschule Birth in Velbert bleibt für einen Tag geschlossen. Der Grund für diese große Maßnahme sind kleine Raupen: Insgesamt 17 Bäume sind auf dem Schulgelände vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die hochgiftigen Härchen der Raupe können allergische Reaktionen auslösen. Um die Gefahr für die 400 Schüler zu bannen, soll eine Fachfirma die Insekten am heutigen Dienstag bekämpfen. Das teilte die Stadt am Montag mit. Gemeinsam mit der Schulleitung habe man entschieden, dass die Grundschule während dieser Arbeiten geschlossen bleibt.

Absperrung um die Bäume herum reicht nicht aus

Schon am Montag war den Eltern freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Über 50 Schüler seien daraufhin vom Unterricht abgemeldet worden, heißt es dort. 100 Drittklässler brachen hingegen noch am Morgen wie geplant zu ihrer Klassenfahrt auf. „Wir wurden schon am Wochenende informiert“, sagt auch Frank Trossen, Schulpflegschaftsvorsitzender, „konnten uns ein wenig organisieren und vorbereiten.“

Schulleiterin fürchtet um die Sicherheit der Kinder

Ende letzter Woche sei der Befall des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Daraufhin habe die Stadt Absperrungen rund um den Parkplatz und Zuweg der Schule aufgebaut. Schulleiterin Sabine Klose jedoch habe befürchtet, dass diese Barrieren nicht ausreichen, um die Schüler ausreichend zu schützen. „Zwar kamen keine Autos mehr auf den Parkplatz“, erklärt Trossen, „Fußgänger aber trotzdem. Da wollten alle lieber auf Nummer sicher gehen.“ Nach Feier- und Brückentag, trafen sich Schulleitung und die Stadt Montagmorgen zur Begehung.

Giftige Härchen verursachen allergische Reaktionen

Das Ergebnis: Die befallenen Eichen müssen von der Raupe befreit werden. Eine Fachfirma wird die Insekten mit einem Spezialgerät absaugen. Dabei entsteht die Gefahr, dass die giftigen Brennhaare vom Wind aus den Nestern getragen werden. Außerdem stünden einige Bäume ohnehin sehr nah am Gebäude. Das Gift löst allergische Reaktionen aus, die Juckreiz und Atmenot verursachen können. Im Sinne der Sicherheit der Kinder bleibt die Schule geschlossen.

Auch die Ganztagesbetreuung fällt für einen Tag aus

Auch die offene Ganztagsbetreuung fällt aus diesem Grund am Dienstag aus. Etwa die Hälfte aller Schüler nutzen dieses Angebot. Am Mittwoch, 6. Juni, können Eltern, wie bereits am Montag, selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zum Unterricht bringen.

Der Schulweg entlang des Schulgeländes bleibt vorerst ebenfalls gesperrt. Das Gebäude erreichen Schüler so lange über den Parkplatz an der Sporthalle und über den Schulhof des benachbarten Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Dieser sei, laut Auskunft der Stadt, nicht betroffen.

>>>PLATZ IN DER INNENSTADT AUCH GESPERRT

  • Montagnachmittag haben die TBV auch Teile des Friedrich-Karrenberg-Platz es wegen Eichenprozessionsspinnern gesperrt. Markierte Bereiche dürfen dort nicht betreten werden.


  • Um auch hier die Gefahr durch die giftigen, fliegenden Härchen zu bannen, entfernt dort ebenfalls am Dienstag eine Fachfirma die Schädlinge.

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