Zirkusprojekt

Schule am Thekbusch aus Velbert für Zirkusprojekt ausgezeichnet

Wie kriegt man die Ziege auf den Rücken des Ponys? Die Schüler vom Thekbusch lernen es in einer Zirkusprojektwoche und zeigen es zum Schluss bei der Aufführung – hier 2009 – in beeindruckender Weise.

Wie kriegt man die Ziege auf den Rücken des Ponys? Die Schüler vom Thekbusch lernen es in einer Zirkusprojektwoche und zeigen es zum Schluss bei der Aufführung – hier 2009 – in beeindruckender Weise.

Foto: WAZ FotoPool

Velbert.   Im September wird die Förderschule am Thekbusch eine Woche lang Projektunterricht geben und im Anschluss mehrere Vorstellungen. Der Sparda-Bank war dieses Zirkusprojekt-Vorhaben bei einem Online-Wettbewerb unter dem Motto „Schulen gestalten Zukunft“ eine Platzierung wert.

So mancher Schüler würde es sich wohl wünschen, Zirkus auf dem Stundenplan stehen zu haben. In der Schule am Thekbusch wird das jetzt nach 2009 zum zweiten Mal Realität: Im September wird es eine Woche lang Projektunterricht geben und im Anschluss mehrere Vorstellungen. Der Sparda-Bank war dieses Projekt-Vorhaben an der Schule für rund 130 behinderte Schüler, Lehrer und Krankenschwestern immerhin bei einem Online-Wettbewerb unter dem Motto „Schulen gestalten Zukunft“ eine Platzierung wert und ein Gewinn in Höhe von 1000 Euro.

„Darüber haben wir uns sehr gefreut“, sagte Schulleiter Bernhard Schidelko gestern zur WAZ. Vor vier Jahren hatte die Schule am Thekbusch ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert und sich mit dem rund 15000 Euro teuren Zirkusprojekt auch pädagogisch etwas Außergewöhnliches gegönnt: „Das ist bei weitem nicht nur ein buntes Zelt mit munteren Übungen und ein paar Tieren“, gibt Schidelko zu bedenken. Das Projekt wirke bei den in unterschiedlichen Graden behinderten Kindern und Jugendlichen nachhaltig: „Zirkus ist Herausforderung für die Persönlichkeit“, so der Schulleiter. So werde das Selbstvertrauen entwickelt und gestärkt, wenn die Schüler mit ihnen ungewohnten Tieren wie Ponys, Ziegen und Tauben arbeiten.“ Auch die akrobatischen Auftritte werden mit viel Energie und Ausdauer einstudiert, der Zirkusunternehmer Sperlich, der mit seinen Mitarbeitern bereits die Projektwoche vor vier Jahren betreute, hatte da nach Ansicht der Lehrer von der Thekbusch-Schule viel Fingerspitzengefühl bewiesen. Immerhin haben die Sperlich-Mitarbeiter dazu beigetragen, dass Schüler auf Scherben spazieren und Feuer spucken können. „Einer der wichtigsten Aspekte jedoch ist der abschließende Auftritt vor Publikum. Hier können unsere Schüler mit gewachsenem Selbstbewusstsein signalisieren: Wir Behinderte können das!“, sagt Schidelko.

Doch wie 2009 wird es, bevor das große Zirkuszelt mit 350 Sitzplätzen im kommenden Herbst auf dem Schulgelände in der Oberen Flandersbach errichtet wird, einen Vorlauf für das Zirkusprojekt geben. „Eine Woche vor dem Unterricht lernen wir Lehrer in einer Fortbildung alle Nummern, die später auch die Schüler lernen sollen“, erwähnt Schidelko. So können sie in die Vermittlung später voll mit einbezogen werden.

Die 1000 Euro Preisgeld von der Bank geht übrigens in die Finanzierung des Projekts. „Beim letzten Mal haben wir es geschafft, mit den Eintrittsgeldern, Spenden und einer Unterstützung durch den Förderverein das Zirkusprojekt zu bezahlen“, so Schidelko.

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