Ferienprogramm

Schul-Osterspaß kommt in Velbert super an

Einer der Höhepunkte des Ferienspaßes in der Schule am Thekbusch war natürlich auch die Suche nach Ostereiern.

Einer der Höhepunkte des Ferienspaßes in der Schule am Thekbusch war natürlich auch die Suche nach Ostereiern.

Foto: Funke Foto Services

Velbert.   Auch in den Ferien kamen Kinder und Jugendliche mit Behinderung gerne in ihre Schule am Thekbusch. Grund war ein tolles Programm mit vielen Aktivitäten.

Etwas erschöpft liegen die Kinder auf den Matten in der Turnhalle der Schule am Thekbusch. Trotzdem geht ihnen eine Frage nicht aus dem Kopf: „Wann dürfen wir denn die Eier suchen?“ – „Gleich, wenn alle versteckt sind“, beschwichtigt Stefanie Röcher, die Koordinatorin der Freizeitangebote bei Pro Mobil.

Noch ein paar Minuten, dann endlich ist es so weit: Entschlossen stürmen die Mädchen und Jungen nach draußen, die Müdigkeit ist vergessen, die kleinen Schätze aus Schokolade wollen gefunden werden. Da, im Fußballtor liegt eins! Und auch bei den Tischtennisplatten ist eins versteckt! Mit dieser munteren Ostereiersuche geht für 15 Schüler mit Behinderung der Ferienspaß, den die Schule am Thekbusch in Kooperation mit dem Verein Pro Mobil anbietet, zu Ende.

Basteln, spielen und auch toben

Unter dem Motto „Ostern mal anders – wir mögen’s bunt“ haben sie gemeinsam mit zehn Betreuern die ganze letzte Woche gebastelt, gespielt, getobt. „Wir haben zum Beispiel Ostereier gefärbt, Osterkörbchen gestaltet und Häschen aus Waschhandschuhen gemacht“, erzählt Stefanie Röcher. Die kamen so gut an, dass die Sechs- bis Fünfzehnjährigen sie abends sogar mit ins Bett nehmen wollten. „Von den Eltern kriegen wir nur positive Rückmeldungen. Die Kinder kommen nachmittags zwar platt, aber zufrieden nach Hause und freuen sich darauf, am nächsten Tag wiederzukommen.“

Denn eines ist beim Ferienspaß ganz wichtig: Die Aktionen finden zwar in den Räumen der Schule statt, sollen aber nicht wie Unterricht sein. „Es geht uns vor allem um die Bedürfnisse der Kinder und nicht darum, das Programm strikt durchzuziehen“, so die Koordinatorin. Wer also gerade keine Lust hat mitzumachen, kann in der Turnhalle spielen oder im „Snozel-Raum“ auf Wasserbetten und bei Lichtspielen zur Ruhe kommen. Auch Quatschmachen ist erlaubt.

Die Kids sind zwar aus verschiedenen Klassen; da sie jedoch alle zur Schule am Thekbusch gehen, kennen sie sich untereinander, helfen sich gegenseitig. Röcher: „Hier wird keiner ausgeschlossen. Es ist schön zu sehen, wie gut das Miteinander funktioniert.“

Nicht nur an Ostern, auch im Sommer und Herbst können die Schüler am Ferienspaß von Pro Mobil und der Schule am Thekbusch teilnehmen. „Die Aktionen machen auch uns sehr viel Spaß. Wenn man sieht, wie gut es den Kindern dabei geht, wiegt das jede Anstrengung auf“, sagt Stefanie Röcher lächelnd. Ihren Arbeitsalltag verbringt sie hauptsächlich im Büro, hat deshalb nur wenig direkten Kontakt zu den Kindern mit Behinderung. Der Ferienspaß ist deshalb auch für sie „eine schöne Abwechslung.“

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