Hilfsprojekte

Rumänienhilfe startet am 14. November ab Velbert

Vollbepackt bis obenhin verließen die zwei Transporter all die Jahre die Donnenberger Straße. Am Samstag, 14. November, rollen sie erstmals vom Hof Röttgenstraße 39.

Vollbepackt bis obenhin verließen die zwei Transporter all die Jahre die Donnenberger Straße. Am Samstag, 14. November, rollen sie erstmals vom Hof Röttgenstraße 39.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Die Transporter der Rumänienhilfe rollen am 14. November nach Satu Mare. Organisatorin Monika Schlinghoff blickt gespannt auf eine Premiere.

Premiere bei der Rumänienhilfe: Am Samstag, 14. November, starten die Transporter erstmals am neuen Standort in Velbert-Mitte, auf dem Gelände der Spedition Köppen in der Röbbeck, Röttgenstraße 39. Von 9.30 bis 13 Uhr können die Spenden hier gut verpackt in Säcken und Kartons abgegeben werden. Die Nevigeserin Monika Schlinghoff, die die Rumänienhilfe seit 25 Jahren mit viel Herzblut organisiert, ist dankbar, dass die Einrichtung durch den Einsatz des Spediteurs Christian Köppen weiterbesteht. Bis auf den neuen Standort bleibt alles wie gehabt – nur, dass das Lager eben von der Donnenberger Straße auf das Firmengelände der Spedition verlegt wurde. Die Fahrer kommen nach wie vor aus Rumänien, unterstützt werden Kinderheime, Alteneinrichtungen, arme Familien.

Alle Helfer tragen einen Mundschutz

„Die Aktion findet auf jeden Fall statt, auch jetzt in der Corona-Krise. Wir tragen ja alle einen Mundschutz und sind draußen“, sagt Monika Schlinghoff, die auch in diesem Jahr auf viele Spenden hofft. Denn gerade jetzt in dieser schweren Zeit seien die Menschen in Satu Mare mehr denn je auf Hilfe angewiesen. „Die Not ist groß wie nie“, so Monika Schlinghoff, die alle 14 Tage mit der Caritas in Rumänien telefoniert. So hätten jetzt während der Corona-Pandemie viele soziale Einrichtungen schließen müssen. „Man denkt immer, es geht nicht schlimmer. Aber jetzt im Moment sind die Zustände einfach katastrophal, es ist so schrecklich“, sagt die Organisatorin und ringt hörbar um Fassung.

Die Not ist groß wie nie

Es fehle den Menschen in Satu Mare, einer Kreisstadt etwa 60 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt, an allem: Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln, Babykost, sowie Kleidung jeglicher Art werden genauso gebraucht wie Spielzeug, Bettwäsche, Haushaltswaren. Nur bitte keine Möbel mitbringen, die können nicht transportiert werden. „Ich bitte um viele Spenden“, sagt Monika Schlinghoff, die auch schon einmal selbst mitgefahren ist. Eine Reise, die sie nie mehr vergisst.

Im letzten Jahr musste ihre Rumänienhilfe ausfallen, gesundheitliche Gründe ließen Monika Schlinghoff keine andere Wahl. Zu anstrengend war es, all die Helfer zu organisieren, sich um den reibungslosen Abtransport zu kümmern. Zumal es in den letzten Jahren an der Zufahrt Donnenberger Straße immer voller geworden war. Manch ein Autofahrer stand bis zu einer Stunde in der Schlange, die Autos krochen die Donnenberger Straße hoch – das alles soll am neuen Standort besser werden.

Spediteur kümmert sich um Helfer

Als WAZ-Leser Christian Köppen im Oktober 2019 vom Aus der Rumänienhilfe erfuhr, wurde er sofort aktiv. „Ich hatte zu meiner Frau gesagt: Das darf doch nicht wahr sein, da muss man doch was tun“, so erinnerte sich der Spediteur bei einem ersten Pressegespräch im Januar. Schon lange spende seine Familie für diesen guten Zweck. Und wenn Köppen mal wieder einen Pulli absolut nicht finden konnte, dann habe er immer gewusst: Aha, ist wieder soweit, Rumänienhilfe. Also setzte er sich mit Monika Schlinghoff in Verbindung, bot unbürokratisch seine Unterstützung an. Sein Einsatz entlastet Monika Schlinghoff, die die Spendenaktion nach wie vor ehrenamtlich organisiert, enorm. Denn Helfer für den 14. November zusammen zu trommeln, das sei für ihn kein Problem, so hatte Christian Köppen versichert, der unter anderem zur Karnevalsgesellschaft „Nordstadtgießer“ gehört. Und falls tatsächlich Not am Mann sein sollte, gäbe es da auch noch seine 30 Mitarbeiter.

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