Benefiz-Aktion

Polizist radelt 3481 Kilometer von Mettmann nach Mettmann

Das Reiserad ist maßgeschneidert für seinen Besitzer und Benutzer Frank Eigelshoven angefertigt worden.

Das Reiserad ist maßgeschneidert für seinen Besitzer und Benutzer Frank Eigelshoven angefertigt worden.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Kreis Mettmann.  Der Polizist Frank Eigelshofen geht auf große Benefiz-Radtour von Mettmann nach Mettmann. Seine ursprüngliche Planung wurde ganz übel durchkreuzt.

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Von seinem Wohnort Solingen radelt Frank Eigelshoven nahezu täglich zu seinem Arbeitsplatz bei der Kreispolizeibehörde Mettmann. Schon nicht schlecht! Aber für den Sommer, da hat sich der 58-Jährige so richtig was Großes vorgenommen: Unter dem Motto „Von Mettmann nach Mettmann – jeder Kilometer zählt!“ geht’s von Pfingstmontag an über 3481 Kilometer auf eine sechswöchige Tour durch Europa. Für einen guten Zweck.

Länger als die Tour de France

Die Strecke toppt sogar die Gesamtdistanz der Tour de France von 2018. Dabei führt der Weg von Mettmann einmal quer durch Deutschland bis Österreich, ehe es über Slowenien, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Belgien wieder retour ins Neanderland geht. Die letzte Etappe beginnt in Aachen. „Übern Daumen“ 100 Kilometer hat er sich vorgenommen „für jeden Tag, den ich draufsitze“. Übernachtet wird in Jugendherbergen, im eigenen Zelt, in Pensionen, „ach, das was ich so finde“.

Kobaltblau und knochenhart

Das eigens maßgeschneiderte, kobaltblaue Reiserad, für das der Polizeihauptkommissar bei dem ostwestfälischen Hersteller erstmals einen Velochecker kennenlernte, steht schon parat. Der Rahmen selbst und alle Rohre sind auf seinen Körper abgestimmt. „Blue Marlin“ hat Eigelshoven sein Fahrrad getauft, nennt zum Thema Ausstattung die 14-Gang-Nabenschaltung – und preist den Sitz: „Ich liebe knochenharte Ledersättel.“

Rate-Gewinner bekommen spezielle Trikothemden

Jeder Kilometer zählt von Anfang Juni an dann tatsächlich. Denn der Polizist, der in Mettmann dem Leitungsstab für neue Software angehört, sammelt Spenden für die „Aktion Lichtblicke“. „Weil ich die Aktion gut finde. Mir ist wichtig, dass es um Kinder und Jugendliche geht und dass das Geld in NRW bleibt.“ 3500 Euro seien bereits zusammengekommen; er suche natürlich weiterhin Menschen, die bereit seien, pro Kilometer Geld zu spenden. Der Betrag sei freigestellt, der Ertrag gehe zu 100 Prozent an „Lichtblicke“. Übrigens: Für die beiden Tippgeber, die mit ihrer Zahl der tatsächlichen Gesamtsumme am nächsten kommen, sind zwei spezielle Trikothemden zur „Tour de Mettmann“ vom PSV-Mettmann ausgesetzt.

Herzinfarkt durchkreuzte ursprüngliche Planung

Seit wann Eigelshoven radelt? „Seit ich klein bin.“ Gelernt habe er es damals auf dem Spielplatz mit seinem Opa. „Sofort ohne Stützräder.“ Tja, und mittlerweile ist ihm das Radfahren als Hobby wirklich lieb geworden, spult er seit dem Sommer 2016 große Touren am Stück ab. Entlang der Nord- und Ostseeküste,

hoch nach Dänemark und bis Polen und so weiter. Seine Frau, erklärt der Benefiz-Radler auf Nachfrage, lasse ihn gewähren, wolle aber immer wissen, wo er jeweils sei. Und sie wolle Zugriff auf seine Herzfrequenz haben. Er habe im Januar 2012 – eigentlich wollte er in dem Jahr schon „Lichtblicke“ unterstützen – einen „etwas heftigeren Herzinfarkt“ erlitten. Ein Rettungsassistent habe aber nicht locker gelassen und ihn 57 Minuten lang reanimiert. Mit Erfolg.

Es gibt Berichte von der Reise

Damit sich jetzt möglichst viele Spender finden, rührt der Polizeihauptkommissar auf der extra für seine Gute-Tat-Tour geschaffenen Facebook-Seite „Von Mettmann nach Mettmann – jeder Kilometer zählt“ kräftig die Werbetrommel. Dort wird er auch während seiner Rundfahrt täglich über seine Reise zugunsten der Aktion Lichtblicke berichten. Menschen oder Firmen, die Frank Eigelshofens Vorhaben unterstützen wollen, können über den Polizeisportverein Mettmann (lichtblicke@psv-mettmann.de) Kontakt mit ihm aufnehmen.

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