Pflegedienste

Pflegedienste in Langenberg haben noch wenige Kapazitäten

Die Pflegedienstleiterin des Pflegedienstes Andreas Schrage, Freya Weiß (l.), freut sich, dass ihr Team aufgestockt worden ist. Mit im Bild (v. l.): ihre Vertreterin Nadine Pohlmann, Schwester Birgit, Schwester Sabine und Schwester Anna.

Die Pflegedienstleiterin des Pflegedienstes Andreas Schrage, Freya Weiß (l.), freut sich, dass ihr Team aufgestockt worden ist. Mit im Bild (v. l.): ihre Vertreterin Nadine Pohlmann, Schwester Birgit, Schwester Sabine und Schwester Anna.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Zwei Pflegedienste in Langenberg haben ihr Personal aufgestockt und können neue Kunden aufnehmen. Doch das Angebot ist stark nachgefragt.

„Aktuell haben wir wieder ausreichend Personal“, sagt Freya Weiß. „Wenn jemand aus Langenberg unsere Hilfe braucht, kriegen wir das hin.“ Weiß ist Pflegedienstleiterin beim Pflegedienst Andreas Schrage – und auch hier gab es erst vor Kurzem noch einen Aufnahmestopp.

Denn mobile bzw. ambulante Pflegedienste sind gefragt, „und zwar in allen Bereichen“, sagt auch Katja Görtz, Leiterin des Carpe Diem, das auch einen ambulanten Dienst betreibt. Gleichzeitig sei es schwierig, geeignetes Personal zu finden.

Keine einfachen Arbeitsbedingungen

„Das liegt am Fachkräftemangel“, sagt Katja Görtz. Denn auch für die Pflege ist eine Ausbildung nötig. Derzeit sei es nahezu unmögliche, ausgebildete Pflegekräfte zu bekommen. „Dazu kommen die Arbeitsbedingungen“, sagt die Leiterin des Carpe Diem. Wobei das zumindest in ihrer Einrichtung nicht an der Bezahlung liegt, ist sie sich sicher: „Das Gehalt bei uns ist gestiegen.“

Vielmehr seien die Arbeitsbedingungen schwierig: Schichtdienst, Wochenenddienst und – je nach Bedarf des Patienten – körperliche Arbeit. Um das Auszugleichen, sagt Freya Weiß vom Pflegedienst Schrage, „arbeiten wir von der Leitung mit allen im Team zusammen, damit alle zufrieden sind.“

Dienstpläne gemeinsam erstellen

Das heißt unter anderem: Dienstpläne werden gemeinsam erstellt, „es wird nicht zwölf Tage am Stück gearbeitet, es gibt keine Doppelschichten und jedes zweite Wochenende ist frei.“ Nur so, ist Freya Weiß überzeugt, „schaffen wir eine Atmosphäre, in der sich die Mitarbeiter wohl fühlen.“ Zumal auch der Chef selbst „sehr gut mit den Leuten umgeht.“

Wer nun aber Pflege zu Hause benötigt oder für einen Angehörigen anfragt, braucht dennoch Geduld. „Aktuell können wir wieder aufnehmen“, sagt Katja Görtz vom Carpe Diem, „wir haben eine Fachkraft dazu bekommen.“ Aber wenn die Touren voll sind, dann geht nichts mehr.

Beratung zum Pflegebedarf ist immer möglich

„Grundsätzlich sollen sich Menschen, die Pflege benötigen, aber immer melden“, beruhigt Görtz. „Beratung geht schließlich immer.“ Außerdem sei das Angebot des Carpe Diem recht umfangreich, umfasse unter anderem ambulante Pflege, Lieferservice für Essen, Kurzzeitpflege oder gar stationäre Aufnahme.

Wobei es bei Letzterem aktuell Wartezeiten gebe, ebenso wie beim Betreuten Wohnen. Auch Frey Weiß vom Pflegedienst Schrage sagt: „Wer Unterstützung braucht, soll sich melden.“ Dann komme jemand persönlich vorbei und bespreche „Art und Umfang der Unterstützung.“ Und das am besten so, „dass man nichts mehr dazu zahlen muss.“

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