Kindertheater Liberi

Peter Pan macht das Bürgerhaus zu Nimmerland

Mit tosendem Applaus bedankten sich kleine und große Zuschauer für einen wundervollen Musical-Nachmittag beim Ensemble des Theaters „Liberi“.

Foto: Uwe Möller

Mit tosendem Applaus bedankten sich kleine und große Zuschauer für einen wundervollen Musical-Nachmittag beim Ensemble des Theaters „Liberi“.

Langenberg.   Kleine und große Zuschauer waren von dem Musical des Kindertheaters Liberi begeistert. Auch im kommenden Jahr soll wieder im Bürgerhaus gespielt werden

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Ein Kind bleiben – nicht nur der Wunsch von Peter Pan, sondern auch für die erwachsenen Zuschauer des Musicals im Bürgerhaus zwei Stunden lang Realität. Denn die Darsteller vom Bochumer Theater für Kinder „Liberi“ verzauberten mit ihrem Musical nicht nur die kleinen Gäste.

Die Geschichte vom Jungen, der nicht erwachsen werden wollte, ist bekannt. Hier allerdings tritt er als liebenswert naiver Kerl auf, für den gleich zwei Frauenherzen schlagen. Wendy (Rebecca Hofbauer)- die er als Mutter für die verlorenen Söhne mit ins Nimmerland nimmt und Tinkerbell (Ann-Christin Pape), die eifersüchtig-giftende Fee. Für beide allerdings hat er komplett andere, wenig partnerschaftliche Gefühle.

Käpt’n Hook – ein depressiver, neurotischer Pirat

„Du bist ein Mädchen und ich ein Junge, Tinkerbell, das passt nicht“, steht für Peter Pan (Sasha Bornemann) ganz klar fest. Und auch Wendy gegenüber hat er eine komplett andere Zuneigung. „Ich mag dich, wie ein Junge seine Mutter.“

Dass er damit nicht nur Tinkerbell, sondern auch Wendy verletzt, spürt er in seiner kindlichen Naivität nicht. Mutig – und ebenso sorglos – tritt er seinem Widersacher Käpt’n Hook gegenüber. Dieser recht depressiv und neurotische Pirat kämpft nicht nur mit der Tatsache, ständig Zweiter zu sein, sondern auch mit seiner Angst vor Krokodilen – und seinen tollpatschigen Spannmännern Smee und Starkey. Und so singt Käpt’n Hook alias Marlon Hangmann fast schon bemitleidenswert: „Außer Mutti mag mich keiner, ich bin müde und keiner hat mich wirklich gern. Das trifft mich hart, hart ins Mark, jeden Tag das trifft mich schwer. Mag nicht mehr, fühl mich leer.“

Doch zu viel Mitgefühl gibt es nicht für den Piraten, immerhin trifft er den eigentlich unverwundbaren Peter Pan in einer Schlacht – zwar nicht körperlich, aber auf einmal fühlt der Held von Nimmerland sich „innerlich so leer.“

Tosender Applaus belohnt Darsteller für tolles Musical

Mit vielen Lachern aber auch sentimentalen Momenten verzaubert das Ensemble sein Publikum. Als Tinkerbell vergiftete Medizin trinkt, um Peter Pans Leben zu retten, fragt er seine Gäste: „Glaubt ihr an Feen, dann ruft einfach ja!“ Und natürlich glauben Groß und Klein an die Zauberwesen und schaffen es gemeinsam mit ihren lauten „Jaaaaaa“-Rufen, die Fee wieder zum Leben zu erwecken.

Als Dank für die fantastische Reise ins Nimmerland gibt es einen tosenden Applaus für die lustige und auch sehr berührende Vorstellung des Liberi-Ensembles. Die Kinderaugen und auch die der Erwachsenen leuchten nach der Show vor Begeisterung und nicht nur die Kleinen freuen sich darauf, auch im kommenden Jahr wiedeer n die wunderbare Welt der Fantasie des Theaters Liberi reisen zu dürfen.

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