Handel in Velbert

Passanten in der Velberter Fußgängerzone werden gezählt

Die Messgeräte ermitteln nun genaue Zahlen, wie viele Kunden täglich in der Fußgängerzone unterwegs sind.

Die Messgeräte ermitteln nun genaue Zahlen, wie viele Kunden täglich in der Fußgängerzone unterwegs sind.

Foto: Ulrich Bangert

Velbert.   Auf der Friedrichstraße wurden zwei Geräte installiert, die die Passantenfrequenz messen. 14.000 Menschen sind im Schnitt täglich unterwegs.

Beinahe unsichtbar sind die beiden kleinen Geräte, aber neugierig: Seit Anfang Dezember messen sie, wann was in der Fußgängerzone los ist, wie viele Menschen dort um welche Uhrzeit einkaufen. Über die Installierung von Frequenzmessegeräten wurde jetzt der Ausschuss für Wirtschaftsförderung unterrichtet.

Messgeräte in der unteren Fußgängerzone

Die beiden Messgeräte befinden sich in der unteren Fußgängerzone in Höhe des Geschäftes Minok und weiter oben in der Nähe von Bussemas. Ein weiteres drittes Gerät soll zwischen Grün- und Noldestraße aufgestellt werden. Die laserbasierten Geräte können mittels Detektoren die Bewegungsrichtung erfassen und die Anzahl der ein- und ausgehenden Personen ermitteln. Es würden aber keinerlei personenbezogene Daten erfasst. Deshalb sei das System auch unkritisch bezüglich der neuen Datenschutzverordnung.

Die meisten Besucher am 27. Dezember: 21.000

Der erste Monat wurde bereits ausgewertet. Danach sind an Werktagen durchschnittlich 14.000 Menschen innerhalb von 24 Stunden in der Stadt unterwegs. Mit rund 21.000 Besuchern konnten am 27. Dezember die meisten registriert werden. Mau war es hingegen am 23. Dezember. Am Sonntag von Weihnachten hielten sich lediglich 2000 Menschen in der Innenstadt auf. Sonntags ist, wen wundert es, die Innenstadt stets am wenigsten belebt. In der Wochen sind die Unterschiede hingegen weniger gravierend. Während es hier morgens meist ziemlich leer ist, sind die meisten Besucher zwischen 12 und 17 Uhr unterwegs.

Knauer: „Ergebnisse sind noch nicht repräsentativ“

„Das sind allerdings erste Ergebnisse, die noch nicht repräsentativ sind“, sagt Olaf Knauer, Leiter des Stadtmarketings. „Später können wir dann genau vergleichen, von Monat zu Monat und auch von Tag zu Tag“, führt er weiter fort. Mithilfe von Wettervergleichen könne man sogar den Einfluss der Witterung auf das Kundenverhalten dokumentieren.

Öffnungszeiten der Geschäfte neu bewerten

Die ermittelten Werte sollen die Möglichkeit bieten, Zusammenhänge unterschiedlicher Faktoren zu erkennen. So soll deutlich werden, welchen Einfluss einzelne Aktionen und Veranstaltungen auf die Besucherzahlen haben, welche Effekte bestimmte Bauprojekte in der Stadt haben oder was die Erhöhung von Aufenthaltsqualität an bestimmten Stellen bewirkt.

Auch das Thema Öffnungszeiten der Geschäfte, so hofft das Stadtmarketing, könnte neu bewertet und die Zeiten könnten angepasst werden. Für die Vermarktung von Ladenimmobilien könnten die Daten ebenfalls nützlich sein. Und auch für die Beantragung von verkaufsoffenen Sonntagen erhofft man sich unterstützendes Datenmaterial.

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