Sport

NTV und Stadt streiten um Hallenzeiten am Waldschlößchen

Die Halle am Waldschlößchen – im Bild oberhalb des Sportplatzes – wird nicht nur vom Nevigeser Turnverein, sondern auch von Schulklassen genutzt.

Foto: Hans Blossey

Die Halle am Waldschlößchen – im Bild oberhalb des Sportplatzes – wird nicht nur vom Nevigeser Turnverein, sondern auch von Schulklassen genutzt. Foto: Hans Blossey

Neviges.   Eine Wuppertaler Schule darf im Waldschlößchen Sportunterricht abhalten. Allerdings gab es angeblich eine Überschneidung mit Vereinsbelegungen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zwischen dem Nevigeser Turnverein (NTV) und der Stadt Velbert gibt es Unstimmigkeiten – es geht um die Nutzung der Halle Waldschlößchen, der Sporthalle an der ehemaligen Hardenbergschule. Dort hat der NTV Zeiten reserviert für die unterschiedlichen Sportgruppen, unter anderem auch für seine Seniorensportler

„Wir haben die Halle ab 15.30 Uhr“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Thomas Stockter. Aber vor Kurzem habe es eine Überschneidung mit einer Schulklasse gegeben – einer Klasse aus Wuppertal. „Unsere Oldies waren verärgert und sind dann wohl auch etwas deutlicher geworden“, sagt Stockter. Die Wogen seien aber mittlerweile wieder geglättet, „es gab ein klärendes Gespräch, mit der Schule ist wieder alles in Ordnung.“

Sportmanagement ist sich „keiner Schuld bewusst“

Nicht aber mit der Stadt. Einerseits, so Stockter, „haben wir die Halle ab halb vier, die Schule aber angeblich bis viertel vor vier. Wie geht das?“ Außerdem stehe zwar in der städtischen Satzung, dass Schulsport vor Vereinssport gehe – „aber gilt das auch für Schulen aus anderen Städten?“

Michael Bösebeck, zuständig für das Sport- und Betriebsmanagement bei der Stadt, bleibt gelassen. „Erstens steht in dem Vertrag mit der Schule, dass deren Nutzungszeit um 15.30 Uhr endet“, stellt er klar. „Wir haben natürlich die Zeiten ausgespart, in denen Vereine schon die Halle nutzen.“ Eine Überschneidung dürfte es also gar nicht geben. „Wir sind uns also keiner Schuld bewusst. Aus meine Sicht haben wir alles richtig gemacht.“

Hilfe für Schule ist nur vorübergehend

Zweitens, so Bösebeck weiter, sei die Unterstützung für die Wuppertaler Schule ja nur vorübergehend. „Die Stadt Wuppertal war in Not und hat angefragt, wir hatten freie Kapazitäten. Da ist es doch normal, dass wir helfen.“ Zumal die Schule ja auch für die belegten Stunden zahlen müsse: 20,75 Euro pro Stunde, „und damit gut das Dreifache von dem, was unsere Vereine berechnet bekommen“, so Bösebeck.

Neubau einer Halle in Wuppertal

Dass überhaupt Wuppertaler Schüler in Neviges Sportunterricht abhalten müssen, habe zudem einen ganz einfachen Grund, erläutert der Sportmanager der Stadt: „Für die Wuppertaler Gesamtschule wird an der Nevigeser Straße eine neue Halle gebaut. Daher wurden deren Schüler bislang kreuz und quer durch die Stadt gekarrt, um Sport machen zu können. So kam es zu der Anfrage.“ Und Neviges liege näher an der Schule, als zum Beispiel der Wuppertaler Stadtteil Cronenberg.

Laut Mitteilung der Stadt ist der Vertrag mit der Wuppertaler Schule zunächst für zwei Schuljahre geschlossen worden (17/18 und 18/19). Bei de Seiten haben aber eine Kündigungsoption.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik